Feuerwehr braucht Nachwuchs

(MF|Foto: Symbolbild) Die Kölner Feuerwehr hat immer mehr zu tun. Das hat der neue Feuerwehrchef Christian Miller bei der Vorstellung der Jahresbilanz gesagt.

© Radio Köln, Frank Waltel

Die Zahl der Alarmierungen der Feuerwehrleute und Notärzte ist im letzten Jahr gestiegen. Alle Kraft steckt die Kölner Feuerwehr deshalb in die Ausbildung von Nachwuchskräften. Denn 103 Stellen bei der Feuerwehr sind nicht besetzt.

Was die Ausbildung neuer Kollegen angehe, habe man mit aktuell 140 die Kapazitätsgrenze erreicht. Deshalb arbeitet die Stadt mit Frechen oder Bergisch Gladbach zusammen, um mehr Leute ausbilden zu können.


In Köln sind im vergangenen Jahr drei Menschen bei Bränden gestorben. Der größte und wahrscheinlich dramatischste Brandeinsatz war im Oktober in der Kölner Altstadt. An Sankt Magdalenen war in einem Haus ein Feuer ausgebrochen. Allein dort kamen zwei Menschen ums Leben. Die Kölner Feuerwehr konnte aber 119 Menschen aus brennenden Häusern retten.


Ein anderes immer wichtiger werdendes Thema ist das Behindern von Einsätzen der Feuerwehr. Wer Einsatzkräfte an ihrer Arbeit hindert, spielt mit dem Leben anderer Menschen. Das hat Stadtdirektor Stephan Keller bei der Vorstellung der Jahresbilanz der Kölner Feuerwehr gesagt. So etwas könne und dürfe nicht hingenommen werden.

Feuerwehr und Rettungsdienst hätten im vergangenen Jahr mit zunehmend schwierigen Einsätzen zu kämpfen, sagte Keller. Sie seien hochprofessionell aufgestellt und ausgerüstet, sähen sich aber im Alltagsgeschehen neuen Entwicklungen gegenüber, die nur sehr schwer nachvollziehbar  

seien. Damit spielte Keller auf Fälle an, in denen Rettungskräfte körperlich angegriffen oder bei Einsätzen von Unbeteiligten behindert wurden. 

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