
Die Gedenkstätte am Appellhofplatz bleibt deswegen erstmal geschlossen. Die Stadt hat Anzeige bei der Polizei erstattet. Wegen der aufwendigen Reinigungsmaßnahmen bleibt das NS-DOK bis einschließlich Montag geschlossen. Ab Dienstag, den 20. Oktober, sind Museum und Gedenkstätte wieder für Besucher*innen geöffnet, schreibt die Stadt.
Auf unsere Nachfrage verurteilt der Leiter des NS-DOK, Dr. Henning Borggräfe, den Angriff scharf: "Ohne den polizeilichen Ermittlungen vorgreifen zu wollen, müssen wir den Vorfall als gezielten Angriff auf die Gedenkstätte und die Erinnerungskultur zum Nationalsozialismus in Köln begreifen. Wir werden uns davon nicht einschüchtern lassen." Ähnlich äußert sich Oberbürgermeister Torsten Burmester: „Ich verurteile diese Tat auf das Schärfste. Das NS-DOK ist nicht irgendein Gebäude, sondern der Ort in Köln, an dem wir die Verbrechen des Nationalsozialismus erforschen, sichtbar machen und an die Opfer erinnern. Damit ist dies ein Angriff auf unsere Erinnerungskultur und auf das demokratische Selbstverständnis unserer Stadt. Köln lässt sich davon nicht einschüchtern - im Gegenteil! Ich hoffe auf einen schnellen Ermittlungserfolg der Polizei.“ (KU|Symbolbild)