
Ford-Mitarbeiterin klagt gegen Versetzung
(PR | Foto: Symbolbild) Der Prozess gegen Ford geht weiter. Bei der Verhandlung am Mittwoch vor dem Arbeitsgericht ist es noch zu keinem Urteil gekommen. Eine Ford-Mitarbeiterin klagt gegen ihren Arbeitgeber, nachdem sie Anfang des Jahres an einen, aus ihrer Sicht, weniger qualifizierten Arbeitsplatz versetzt worden war.
Veröffentlicht: Donnerstag, 03.10.2019 07:35
Für Ulja Held ging es aus dem Ford-Getriebewerk ins Ersatzteillager. Das Gericht soll entscheiden, ob die Versetzung rechtens war oder nicht.
Laut dem Richter habe Ford das Recht dazu, seine Mitarbeiter zu versetzen, dabei müsste aber ein gewisser Rahmen eingehalten werden. So ist zum Beispiel noch nicht klar, ob die Anhörung des Betriebsrates korrekt abgelaufen ist. Dieser war nur in einer Mail über die Versetzung informiert worden. Dass er auf diese nicht reagierte, wurde als Zustimmung gewertet.
Bereits im Mai war ein Gütetermin vor Gericht gescheitert, die Verhandlung wird vermutlich Ende Januar fortgesetzt. Ein Solidaritätskreis aus Kollegen unterstützt die Frau. Sie sagen, mit der Versetzung sollte eine der kritischsten Kolleginnen eingeschüchtert und unter Druck gesetzt werden. Hintergrund ist offenbar, dass sich die Mitarbeiterin gegen den Stellenabbau bei Ford engagiert hat. Ford selbst äußert sich in der Sache nicht.