
Frau des Rizinbombers bezieht Stellung
(SR | Symbolbild) "Ich stehe hier als deutsche Muslima, Mutter, Islamistin und angebliche Terroristin". Mit diesen Worten hat sich die Angeklagte Kölnerin Yasmin H. am Mittwoch das erste Mal ausführlich im Rizin-Prozess geäußert. Einen Anschlag mit dem Biokampfstoff Rizin habe sie weder geplant noch durchführen wollen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 01.04.2020 08:37
Die 44-jährige Kölnerin stellte sich in ihrer Erklärung als Opfer dar und griff sowohl die Richter im Senat als auch die Bundesanwaltschaft scharf an. Ihr bereits zu 10 Jahren Haft verurteilter Ehemann habe sie getäuscht und hintergangen, so die mehrfache Mutter. Er habe etwa ihr Handy manipuliert. Sie hätte nie zugelassen, dass ein so giftiger Stoff in ihrer Wohnung in die Nähe der Kinder gelangen könnte. In Richtung des Senats erklärte die Kölnerin, es gehe dem Richter nur darum, sie schnell und hart zu bestrafen und sie „am besten für 10-15 Jahre hinter Gitter zu bringen“. Sie sei auch von der Bundesanwaltschaft vom ersten Tag vorverurteilt worden.
Das Gericht hatte zuletzt mehrfach erklärt, dass die bisherige Beweisaufnahme keinerlei Zweifel an der Mitschuld der zum Islam konvertierten Deutschen hat. Ihr droht ebenfalls eine lange Haftstrafe.