
Freiwillige Karnevalsvereine in der Krise
(MT|Symbolbild) Die SPD-Fraktion im Kölner Stadtrat stellt sich hinter das Festkomitee Kölner Karneval. Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn hatte am Donnerstag unklare Vorgaben der Politik in Bezug auf den Karneval beklagt.
Veröffentlicht: Freitag, 28.01.2022 18:30
Die meisten Karnevalsgesellschaften in Köln haben ihre ursprünglich geplanten Sitzungen auf Bitte des Festkomitees abgesagt. Kommerziell Veranstaltende würden trotzdem Karnevalsfeiern mit maximal 750 Gästen und unter 2G-Plus organisieren, so die Kritik. Christian Joisten, der Vorsitzende der städtischen SPD-Ratsfraktion, äußert seinen Unmut:
„Die Vereine haben zum Schutz unserer Gesundheit freiwillig auf Veranstaltungen verzichtet. Jetzt werden sie für ihre Solidarität bestraft. Während mit kommerziellen Events weiter Geld verdient werden kann, lassen die finanziellen Entschädigungen für die ehrenamtlichen Vereine weiter auf sich warten.“
Beispielsweise veranstaltet die Kostümhandlung Deiters laut der Deutschen Presseagentur an jedem Wochenende Karnevalsfeiern mit mehreren Hundert Besuchenden in einem Kölner Hotel. „Karneval feiern ist erlaubt, man muss nur wissen wie“, sagte der Veranstalter der dpa.