
Fronten im Pilotenstreik weiterhin verhärtet
(DC) Die Airline Eurowings hat den erneuten Pilotenstreik scharf kritisiert. Man hätte ein in der Branche einzigartiges Entlastungspaket angeboten. Dass nun trotzdem gestreikt würde, koste täglich Millionen und gefährde Arbeitsplätze, sagte der Eurowings-Finanz-Geschäftsführer Duve in einem Statement am Kölner Flughafen.
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Das alles nach zwei Jahren Pandemie, die die gesamte Branche fast in den wirtschaftlichen Ruin getrieben hätte, heißt es in dem Statement weiter. Bei dem Streit geht es nicht um Geld, sondern um Arbeitsbedingungen. Weniger Wochenarbeitszeit und mehr freie Tage fordert die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit. Eine baldige Einigung scheint nicht in Sicht, denn im Tarifstreit sind die Fronten verhärtet. Die Gewerkschaft bezeichnet das Angebot von Eurowings als unzulänglich, wenn kein Neues käme, seien weitere Streiks nicht ausgeschlossen.
Am Flughafen Köln/Bonn kommt es ab Montag zu vielen Flugausfällen. Betroffen sind Reisende, die mit Eurowings fliegen. Die Pilotinnen und Piloten der Lufthansa-Tochter sind aufgerufen, zu streiken. Der Streik läuft seit Mitternacht und soll noch bis Mittwoch dauern. Laut Flughafen fallen allein am Montag 43 der insgesamt 76 Eurowings-Flüge aus. 21 Starts und 22 Landungen von Eurowings-Fliegern in Köln hatte die Airline schon im Vorfeld des Streiks gecancelt. Das sind deutlich mehr als die Hälfte der Flüge, die im Flugplan stehen. In Düsseldorf fallen sogar noch mehr Eurowings-Flüge aus.
Der Arbeitskampf habe wie geplant begonnen, sagte ein Sprecher der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit am Montagmorgen. Es sei kein weiteres Arbeitgeber-Angebot vorgelegt worden. Es ist schon der zweite Eurowings-Streik innerhalb von zwei Wochen. Schon am 6. Oktober mussten zehntausende Passagiere auf andere Flüge und die Bahn ausweichen oder ihre Reise verschieben. Passagiere sollten sich laut Flughafen über die Homepage oder die App der Airline über den Status ihres Fluges informieren.