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Gedenkstunde zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz
© Radio Köln
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Gedenkstunde zum Jahrestag der Befreiung von Auschwitz

(DA|Symbolbild) Anlässlich des 75. Jahrestages zur Befreiung von Auschwitz fand am Montag eine Gedenkstunde am Löwenbrunnen in der Nähe des Friesenplatzes statt.

Veröffentlicht: Montag, 27.01.2020 06:18

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Neben Oberbürgermeisterin Reker und Gästen der jüdischen Gemeinde, nahmen vor allem viele Schüler an der Veranstaltung teil. Sie sagten:

"Das stärkt den Bezug zur älteren Zeit und erinnert uns daran, dass wir Antisemitismus mehr einschränken müssen."
"Wir sind zwar nicht direkt schuld daran aber wir müssen zu sowas hier gehen, damit wir das nicht vergessen, denn das passiert gerade."

Die Kindergedenkstätte Löwenbrunnen erinnert an die Deportation von über 1.100 jüdischen Kindern und Jugendlichen aus Köln, während des Nationalsozialismus.

Am Tag der Befreiung von Auschwitz sollten die Kölner Stolpersteine besonders glänzen. Die "Jüdische Liberale Gemeinde Köln Gescher LaMassoret" hatte dazu aufgerufen, die Stolpersteine zu putzen. Viele der Stolpersteine seien matt, beschmutzt und kaum zu lesen. "Glanz gegen Rechts" nennt sich die Aktion. Nachbarn, Geschäftsleute, Schulen, Kirchen und viele andere sollen dafür sorgen, dass die Stolpersteine immer glänzen, heißt es in einer Mitteilung. Auch Kölns Oberbürgermeisterin Reker war am Montagnachmittag zusammen mit Vertretern der Jüdischen Liberalen Gemeinde unterwegs, um die Stolpersteine zu putzen. Die Stolpersteine von Gunter Demning forderten uns täglich auf, innezuhalten, so Reker.

Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat eine Erklärung unterzeichnet, in der vor der erneuten Zunahme von Antisemitismus in Deutschland gewarnt wird. Man wolle sich dieser Entwicklung, aber auch der Diskriminierung anderer Religionen, Fremdenhass, Rassismus oder Ausgrenzung aufgrund der sexuellen Orientierung entgegenstellen, heißt es in der Erklärung. Sie wurde auch von Vertretern anderer Religionen und gesellschaftlichen Gruppen aus ganz NRW unterzeichnet und von Ministerpräsident Laschet. Unter anderem auch in der Antoniterkirche und der Pauluskirche Höhenhaus gab es am Montagabend Gedenkveranstaltungen.

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