
NRW-Innenminister Reul hatte die Beflaggung angeordnet. Damit sollte allen Opfern von Flucht und Vertreibung und insbesondere der deutschen Vertriebenen gedacht werden. Der Gedenktag wird seit 2015 zeitgleich mit dem Weltflüchtlingstag begangen.
Fast 80 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht, meistens unter dramatischen Umständen. Die Corona-Pandemie habe diesen Zustand noch einmal verstärkt, sagte Ingo Radtke von Malteser International. Das Hilfswerk hat seinen Hauptsitz in Köln.
Abstand halten oder regelmäßiges Händewaschen sei für Menschen auf der Flucht kaum umsetzbar. Auch der Zugang zu sanitären oder medizinischen Einrichtungen sei in den meisten Fällen nicht gegeben, so Radtke weiter. Hinzu käme, dass auch die Nachbarländer wegen der Grenzschließungen keinen Schutz mehr bieten könnten.