
Geflüchtete fordern neue Unterbringung wegen Corona
(PW | Symbolbild) Geflüchtete und Flüchtlingsinitiativen wollten am Dienstagnachmittag vor dem Kölner Verwaltungsgericht gegen Massenunterkünfte protestieren. Es ging ihnen konkret um das Gebäude an der Herkulesstraße. Fast 430 Menschen leben dort auf engstem Raum. Mehrere Corona-Infektionen hatten im April zur Folge, dass alle Bewohner in Quarantäne mussten.
Veröffentlicht: Dienstag, 09.06.2020 14:16
Dienstag ab 15:00 Uhr haben dort untergebrachte Menschen Anträge beim Gericht eingereicht, um eine Räumung der zentralen Unterkunft und eine dezentrale Unterbringung der Geflüchteten zu erreichen. Die Stadtverwaltung hatte bereits beim Auftreten der ersten Corona-Fälle in der Unterkunft gesagt, dass dort verstärkt gereinigt und desinfiziert werde und es klare Abstandsregeln gebe. Das reicht Bewohnern und Unterstützern nicht. Sie wollen die prekäre Wohnsituation der Menschen beenden. Seit Wochen wird deshalb schon protestiert.