Geteilte Meinungen zum Karneval zu Corona-Zeiten

(RO|Foto:Archivbild) Es ist das Thema in dieser Woche in Köln. Was passiert mit dem Karneval während der Corona-Zeit? Mit der Großen Mülheimer hat die erste Gesellschaft im Kölner Karneval die Teilnahme am Rosenmontagszug 2021 abgesagt. Man werde nicht mitgehen, sagte ein Sprecher der Gesellschaft auf Radio Köln-Anfrage.

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Lange habe man zusammengesessen und sich beraten. Jetzt habe man die Reißleine gezogen und dem Festkomitee die Entscheidung mitgeteilt. Zu viele Fragen seien aktuell mit Blick auf die Corona-Schutzmaßnahmen nicht zu beantworten. Eine verbindliche Anmeldung für den Rosenmontagszug und das damit verbundene finanzielle Risiko sei gegenüber den Mitgliedern einer Familiengesellschaft nicht zu verantworten.

Der Zugleiter des Festkomitees Kölner Karneval, Holger Kirsch, äußert sich verständnisvoll gegenüber eines solchen Schrittes. Gerade wenn es um die Wirtschaftlichkeit gehe. Es gebe einige Karnevalsgesellschaften, die genau darüber nachdenken würden. Alle wünschten sich konkretere Planungen und Ansagen. Jedoch sei das zum jetzigen Zeitpunkt weder sinnvoll noch zielführend.

Unterdessen hat sich NRW- Familienminister Joachim Stamp am Freitag dafür ausgesprochen, alle Umzüge abzusagen. Das wiederum hält Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. Man plane an verschiedensten Varianten, so Kuckelkorn.

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