
GEW kritisiert neue Teststrategie für Grundschulen
(MT|Symbolbild) Angesichts weiter steigender Corona-Fallzahlen kommen die Labore bei den PCR-Tests längst nicht mehr hinterher. Bei uns in NRW hat das nun Auswirkungen auf den Betrieb der Grundschulen. Wie das Schulministerium Dienstagabend in Düsseldorf mitteilte, sollen Grundschülerinnen und Grundschüler künftig bei einem positiven Pool-Ergebnis nur noch mit Schnelltests nachgetestet werden. Demnach sei keine Abgabe von Einzel-PCR-Rückstellproben an die Labore mehr vorgesehen, hieß es weiter.
Veröffentlicht: Mittwoch, 26.01.2022 16:45
Für Eva-Maria Zimmermann von der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Köln (GEW) ist das absolut unverständlich:
„Wir wissen, dass die Labor-Kapazitäten bereits jetzt überlastet sind, aber die Lösung kann doch nicht sein, dass man weniger Tests anbietet, sondern dass man die Kapazitäten entsprechend ausbaut. Wieso kriegen das alle möglichen anderen Länder hin, Deutschland aber nicht und ist da sogar Schlusslicht? Also für uns ist das absolut unfassbar, das ist eine Kapitulation vor dem Virus.“
Zimmermann kritisiert außerdem, dass viele Schulleitungen erst gegen 22 Uhr am Dienstagabend erfahren haben, wie sie wegen der fehlenden PCR-Test weiterverfahren sollen. Das sei keine verlässliche Kommunikation, sagte sie gegenüber Radio-Köln.