
Der Kölner Erz-Bischof Kardinal Woelki will Ostern nicht ins Wasser fallen lassen. Es werde zwar ohne das Beisammensein der Familie schwierig, es sei aber wichtig, das Fest dennoch zu feiern, sagt er. Neben der Online-Übertragung von vielen Gottesdiensten seien auch Traditionen im ganz kleinen Kreis eine Alternative, so Woelki:
„Dann gibt es sicherlich auch zu Hause schöne Traditionen, dass man einfach eine Kerze entzündet, die ein Zeichen von Wärme ist, die gegen die Dunkelheit anleuchtet und die uns daran erinnern kann, dass wir selber durch das, wie wir leben, durch das was wir sagen, durch ein gutes Wort, zu einem solchen Licht werden, und das Dunkel in einem anderen Menschen hell machen können.“
Es gibt viele Online-Gottesdienste der Kölner Kirchen. Die Oster-Gottesdienste im Kölner Dom werden auch im Domradio übertragen.
Woelki in der Osternacht
Stiller als sonst hat der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki in der Nacht auf Sonntag im Kölner Dom die Osternacht gefeiert. Wegen des Kontaktverbotes durfte niemand die Messe im Dom besuchen.
Gleich zu Beginn seiner Predigt ging Woelki auf die Corona-Krise ein. Ostern sei ein Fest, dass aus der Finsternis komme, in Finsternis habe die Pandemie so manchen von uns in diesen Tagen und Wochen gestürzt. Aus Angst vor Isolation, der Sorge um den Arbeitsplatz, der Angst vor einer Infizierung mit dem Virus oder womöglich aus Angst, selbst an dieser Krankheit sterben zu müssen. Das Osterfest bringe aber auch Licht in diese Tage, so Woelki. Der Gottesdienst wurde live im Internet übertragen.