
Großbauprojekte vorgestellt: Köln bleibt auch 2020 staugeplagt
(GL|Foto: Symbolbild) Die Zahl der Großbaustellen in Köln wird im nächsten Jahr noch weiter ansteigen. Stadt, Land und Deutsche Bahn haben am Mittwochvormittag ihre Pläne für Großprojekte vorgestellt. Schwerpunkt bleiben Brücken, Tunnel und die Autobahnen. 22 Großbaustellen soll es im nächsten Jahr insgesamt geben. Nochmal drei mehr, als es aktuell in Köln gibt.
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Eine Großbaumaßnahme hat bereits vor Kurzem begonnen: Die Sanierung der Mülheimer Brücke. Klaus Harzendorf vom Amt für Straßen und Verkehrstechnik zog dabei eine positive Zwischenbilanz in Sachen Stau. Es gäbe zwar regelmäßig kleinere Rückstaus, aber insgesamt hätten die Gegenmaßnahmen gegriffen.
„Die Maßnahmen haben tatsächlich dazu geführt, dass sich die Autofahrer in einem großen Umfang umorientiert haben. Deswegen sind dort Schwierigkeiten eben nicht so groß, wie befürchtet wurde.“
Auch baulich sei alles im Zeitplan, so Harzendorf weiter.
Außerdem will die Deutsche Bahn die Eisenbahnbrücken an der Messe neu bauen. Die Brücken sollen höher gelegt werden, auch damit nicht mehr so viele LKW da hängen bleiben. Harzendorf erklärt, warum es zum Beispiel zehn Jahre dauert, bis die Bahn alle fünf Eisenbahnbrücken im Bereich Messe/Deutz neu gebaut hat:
„Man kann sich vorstellen, dass man nicht alle Brücken auf einmal abreißen kann, sondern das in einer Reihenfolge machen muss, damit der Autoverkehr funktioniert. Das führt dazu, dass man im Zweijahresrhythmus eine Brücke nach der anderen austauschen muss. Das führt natürlich zu einem sehr langen Bauzeitraum.“
Die Bauarbeiten beginnen nächstes Jahr.
Auf den Autobahnen stehen der Ausbau des Kreuz Köln-Nord und der Neubau der Leverkusener Brücke im Fokus. Innerstädtisch beginnen auf der Bonner Straße die letzten Bauarbeiten der Nord-Süd-Stadtbahn und in Niehl soll auf der Geestemünder Straße gebaut werden, um den Stau zwischen Neusser Landstraße und Industriestraße in den Griff zu kriegen.
„An der Bonner Straße gibt es bereits Bautätigkeiten. Diese werden im Jahr 2020/2021 nochmal intensiviert. Die Arbeiten wurden bereits ein Stück auseinandergezogen, damit die Einschränkungen verträglich sind. Man wird sie spüren, das ist klar, aber so kann der Verkehr auch unter diesen Bedingungen abgewickelt werden – und zwar für alle Verkehrsteilnehmer.“