
Handel kritisiert Chaos auf Venloer Straße
(TV|Symbolbild) Ein Dauerthema bei uns in Köln sind die verschiedenen Verkehrsversuche: Erst die Ehrenstraße und die Deutzer Freiheit, jetzt die Venloer Straße. Diese soll auf lange Sicht zur Einbahnstraße werden. Als Übergang wurde sie im Dezember zur Tempo-20 Zone.
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Einbuchtungen zur Verkehrsberuhigung wurden aufgestellt, Fußgängerampeln abgeschaltet und die Fahrradwege als nicht mehr gültig markiert. Einige Händlerinnen und Händler auf der Venloer Straße beklagen nun weniger Kundschaft, eine schlechte Parksituation und ein fehlendes Gesamtkonzept.
Auch die Anwohnenden würden den Versuch nicht mittragen, sagt Karl Alexander Mandl von der Mittelstands- und Wirtschaftsunion:
„Dass man mit diesen Versuchen, die sehr negativ wahrgenommen werden, zur Zeit auch die Akzeptanz reduziert für eine Transformation, für eine Veränderung und für eine wirklich gute, moderne und zeitgemäße Stadtentwicklung.“
Er fordert den sofortigen Stopp aller Verkehrsversuche und glaubt nicht, dass sich die Probleme auf der Venloer mit Einführung der Einbahnstraße lösen werden. Es fehle ein ganzheitliches Konzept.
Die Änderungen hätten außerdem gerade anfangs für Verwirrung gesorgt und hätten bis heute schwere Auswirkungen aufs Geschäft, sagt auch die Händlerin Isabell Internicola:
„Diese Experimente, die schaden dem Einzelhandel hier wirklich massiv. Die Zeiten sind schwer genug. Was soll man uns noch mehr schaden, frage ich mich?“
Der Einzelhandel fordert, dass etwas passieren müsse. Welcher Weg ihnen lieber wäre, da sind sie sich allerdings nicht einig. Entweder einen Schritt zurück zur 30er Zone wie es vorher war, oder eine schnellere Einführung der Einbahnstraße.