
Hat Woelki von möglichen Missbrauchstaten gewusst?
(DS|Archivbild) Der umstrittene Kölner Erzbischof Kardinal Woelki ist am Mittwoch vor dem Landgericht von einer weiteren Zeugin schwer belastet worden. Die langjährige Sekretärin von Kardinal Meisner sagte, dass Woelki von ihr persönlich über Missbrauchstaten von einem Pfarrer aus Düsseldorf erfahren habe.
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Dieser habe sich ihr gegenüber als homosexuell geoutet und sei immer wieder anzüglich gegenüber Messdienern geworden. Unter Tränen berichtete die 72-Jährige, dass sie vor Jahren in einem Telefonat Woelki von diesen und weiteren Anschuldigungen berichtet habe. Auch die Bischöfe Heese und Schwaderlap hätten Bescheid gewusst. Trotzdem wurde der Pfarrer aus Düsseldorf später befördert. Woelki bestreitet damals von den Vorwürfen gegen den Pfarrer gewusst zu haben. Die Zeugin berichte auch davon, dass sie noch eine Verschwiegenheitspflicht gegenüber dem Erzbistum habe, sie habe sich aber zur Aussage entschieden, weil „das Lügen aufhören muss".