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Screenshot vom Spiel «The Legend of Zelda: Ocarina of Time»
© Nintendo/dpa-tmn
Hüpfenden Schrittes eilt der kleine Link über den belebten Marktplatz von Hyrule-Stadt, Fee Navi an seiner Seite.
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Hey, hör zu!: «Zelda: Ocarina of Time» ist zurück

Hühner als Gleitschirme, ein Dornröschenschlaf und Zeitreisen? Hört sich nach Zelda an - und ist es auch. Das Abenteuer «Ocarina of Time» kehrt als Remake zurück. Kann es dem Klassiker gerecht werden?

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Hamburg (dpa/tmn) - Ende der 1990er Jahre setzte «The Legend of Zelda: Ocarina of Time» auf der Nintendo-64-Konsole Maßstäbe für 3D-Action-Adventures - und hält auf «Metacritic.com» mit 99 Punkten den Bewertungsrekord für Computerspiele. Zum 40. Jubiläum der Zelda-Reihe hat sich Nintendo nun zu einer Neuauflage von «Ocarina of Time» entschlossen - eine gewaltige Aufgabe und ein Wagnis zugleich. Kann das Remake die hohen Erwartungen erfüllen?

Wir treffen den Zelda-Helden Link als Kind im Kokiri-Wald, wo er inmitten eines Volkes aufwächst, das niemals altert. Dann erscheint die kleine Fee Navi und der sterbende Deku-Baum, der Link aufnahm und großzog, schickt ihn ins Königreich Hyrule, um das Land und Prinzessin Zelda zu retten. Es gilt, die Weltherrschaftspläne des Königs Ganondorf zu vereiteln. Der will das Triforce haben, ein dreiteiliges Artefakt, das seinem Besitzer jeden Wunsch erfüllt.

Link zieht das Schwert - und fällt in einen Dornröschenschlaf

Auf seinem Weg, Ganondorf aufzuhalten, kommt Link in die Zitadelle der Zeit, die den Zugang zum Heiligen Reich bewacht, in dem sich das Triforce verbirgt. Hinter der Tür der Zeit ruht in der Zitadelle das Master-Schwert, das Link zieht und in einen siebenjährigen Schlaf fällt, während Ganondorf ins Heilige Reich zum Triforce gelangt. Als Link wieder erwacht, ist er erwachsen - und auserwählt, um das von Ganondorf geknechtete Hyrule zu retten.

Um Ganondorfs Macht zu brechen, muss Link die sieben Weisen erwecken, zu denen auch Prinzessin Zelda als ihre Anführerin gehört. Die Weisen sind Menschen mit besonderen Kräften, die mit verschiedenen Tempeln verbunden sind und Hyrule sowie das Heilige Reich schützen. Link hilft ihnen, ihre Tempel von Ganondorfs Einfluss zu befreien - und die Weisen stehen Link mit ihrem Rat zur Seite. Gemeinsam beginnen sie, eine Brücke zu Ganons Schloss bauen.

Pendelei zwischen Kindheit und Erwachsenenalter per Schwert

Doch manche Hindernisse lassen sich nicht überwinden, und Link muss sich auf sein jüngeres Ich verlassen. Legt er das Master-Schwert zurück auf seinen Sockel, wird er wieder zum Kind, zieht er es erneut, kehrt er zurück in die Zukunft. Was der eine tut, verändert die Welt, die der andere durchstreift. 

Manche Wege öffnen sich Link nur als Kind, weil er klein genug ist, um hindurchzuschlüpfen, andere Wege stehen nur einem Erwachsenen offen, der stark genug ist, sie freizukämpfen. Und manche lassen sich nur meistern, wenn man sie einmal als Kind und dann noch einmal als Erwachsener angeht.

Ein vertrautes Hyrule, das sich seinen Zauber bewahrt hat

Hyrule wurde von Grund auf neu erschaffen, mit überarbeiteten Schauplätzen, Figuren, flüssigeren Animationen - und hat sich dennoch seinen Zauber bewahrt. Die Verlorenen Wälder locken und das Pferdchen Epona galoppiert wie eh und je über die Lon-Lon-Farm. Der Blick vom Rand des Todesberges hinein in den Todeskrater mit dem Feuertempel ist spektakulär.

Hinweise, wie man das Game angeht, sind rar gesät. Vor allem Neulinge müssen sich auf ihre Fantasie verlassen. Spinnweben versperren den Weg? - Kein Problem, ein Stöckchen des Deku-Baums anzünden und den Weg frei brennen. Überhaupt kein Weiterkommen? - Einfach in der Zeit zurückreisen. Ein Graben, zu groß, um über ihn zu springen? - Einfach ein Cucco-Huhn nehmen, über den Kopf halten und es quasi als Gleitschirm benutzen. Oft hilft es auch, einfach den Dorfbewohnern zuzuhören.

Brillantes Kampfsystem mit moderner Steuerung verfeinert

Das Original war seiner Zeit so weit voraus, dass sich in vielen aktuellen Actionspielen noch immer Echos von Zelda-Ideen finden. Das Remake behält das brillante Kampfsystem von damals als Herzstück bei und verfeinert es mit moderner Steuerung und schnellerem Zugriff auf Gegenstände.

Die Kamera lässt sich frei bewegen, eine neue Möglichkeit, kurzzeitig schnell zu laufen (Dash & Sprint) sorgt für Tempo, und eine eigene Sprungtaste ersetzt die alten Auto-Sprünge. Das fühlt sich viel reaktionsschneller an.

In Bosskämpfen zieht sich Link per Enterhaken blitzschnell zu betäubten Gegnern. Ist der Held zu Pferde unterwegs, trampelt Epona am Boden einfach alles nieder - auch wenn sich die Pferdesteuerung im Vergleich zum technischen Fortschritt des übrigen Spiels noch etwas altmodisch anfühlt. Und die Jagd auf große Irrlichter per Feen-Bogen macht dank Bewegungssteuerung mehr Spaß denn je.

Mit Navis nervigen Zwischenrufen ist es vorbei

Ab und zu erscheinen neben Links Fee-Begleiterin Navi Hinweise, die darauf aufmerksam machen, dass es in der Nähe etwas Interessantes gibt, aber ohne das Spiel wie einst mit ihrem legendär (nervigem) Zwischenruf «Hey, hör zu!» zu unterbrechen. Wer noch freier spielen möchte, kann nun selbst die Hinweise über drei Anzeigemodi ausblenden.

Allerdings gibt es nur einen manuellen Speicherplatz neben fünf automatischen Speicherständen, die schnell überschrieben werden. Viel Raum zum Experimentieren bleibt also nicht, zumal manche Ereignisse mit dem Fortschritt der Geschichte gesperrt werden. Immerhin: Im neuen Monstersaal lassen sich besiegte Gegner und Bosse für neue Bestzeiten erneut herausfordern.

Der kleine Link spielt sich anders als der große

Der Grafik wurde mit großer Sorgfalt gestaltet und setzt Maßstäbe dafür, was auf der Switch 2 möglich ist. Jedes Detail ist durchdacht: Bewegungen und Spielgefühl des jungen Link wirken im Vergleich zum erwachsenen Link wirklich kindlich.

Auch wenn der neue Look im neuen Königreich Hyrule konsequent umgesetzt wird, wirkt der technische Fortschritt im Vergleich zu anderen aktuellen «Zelda»-Spielen etwas uneinheitlich. Beim Betreten eines Dorfs oder Dungeons erscheint etwa kurz ein schwarzer Ladebildschirm, während man ohne solche Unterbrechungen die Ebene von Hyrule und die Tiefen des Hylia-Sees durchstreifen kann.

Summend durch Hyrule - oder mit einem ganzen Orchester

Ein ganzes Orchester erweckt den wunderbaren Soundtrack von Nintendo-Komponist Koji Kondo zum Leben, bleibt dabei dem Original treu, wenn man als Link hüpfenden Schrittes über die Ebene von Hyrule eilt. Die beliebte Melodie von Salias Lied, die Link von seiner Freundin Salia im Verlorenen Wald gelernt hat, gibt Spielenden Extra-Schwung auf ihren Streifzügen.

Übrigens: 13 Melodien kann man einfach anfangen zu summen. Die Switch 2 erkennt dann die Melodie, zeigt sie auf dem Bildschirm an - und Link beginnt sie zu spielen. Das weckt schöne Erinnerungen und verleiht dem Spiel eine tolle immersive Komponente.

Fazit: Die Magie bleibt - für alle Generationen

Das Remake von «Ocarina of Time» geht keine Risiken ein - und kann die Magie von Hyrule trotzdem und gerade deshalb aufrechterhalten. Es lässt das Abenteuer liebevoll neu auferstehen, passt sich dabei präzise an moderne Spielgewohnheiten an.

Zwischensequenzen sind jetzt vollständig vertont und lassen sich überspringen. Link bleibt wie gewohnt stumm. Fee Navi funkt im Spiel nicht mehr einfach dazwischen - sie meldet sich nur noch auf Wunsch per Knopfdruck, sodass man im eigenen Tempo Hyrule erkunden und Rätsel lösen kann.

Dennoch steht diese Neuauflage von «The Legend of Zelda: Ocarina of Time» dem gefeierten Original in nichts nach und dürfte langjährige Fans wie auch Neulinge gleichermaßen begeistern. Die Neugierde fesselt Spielende von dem Moment an, wo sie den Kokiri-Wald verlassen - und lässt sie bis zum Ende auch nicht mehr los. Insgesamt also eine tolle Reise, die seit 1998 viele Generationen in ihren Bann zieht.

«The Legend of Zelda: Ocarina of Time» erscheint am 5. November für die Nintendo Switch 2 und kostet rund 60 Euro. Das Spiel ist ab zwölf Jahren freigegeben (USK).

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© dpa-infocom, dpa:261104-930-942974/1
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Screenshot vom Spiel «The Legend of Zelda: Ocarina of Time»
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Prinzessin Zelda hat Ganondorfs fiesen Plan längst vorausgesehen - und bittet Link, ihn aufzuhalten.
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Screenshot vom Spiel «The Legend of Zelda: Ocarina of Time»
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Der junge Link und der Gerudo-König Ganondorf stehen sich im Gewitter vor Schloss Hyrule gegenüber - der Beginn einer Reise durch zwei Zeitalter.
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Screenshot vom Spiel «The Legend of Zelda: Ocarina of Time»
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Immersives Element: Wenn Spielende eine Zelda-Melodie summen, beginnt auch Link das Lied auf der Okarina der Zeit zu spielen.
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Screenshot vom Spiel «The Legend of Zelda: Ocarina of Time»
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Wo alles begann: Zusammen mit Navi eilt Link durch den sonnendurchfluteten Kokiri-Wald, der Heimat eines Volkes, das niemals altert.
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Screenshot vom Spiel «The Legend of Zelda: Ocarina of Time»
© Nintendo/dpa-tmn
Prächtige Pranke: Darunia, Anführer der Goronen, tätschelt den kleinen Link am Kopf. Schon bald sollen die beiden Freunde sein.
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