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Hinweise zum Umgang mit Rekordtemperaturen
© Radio Köln
Symbolbild: Menschen im Park
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Hinweise zum Umgang mit Rekordtemperaturen

(GL|Symbolbid) Es wird eine heiße Woche: Am Montag sind bis zu 35, am Dienstag 38 Grad möglich. Wichtige Tipps zum Umgang mit der Hitze hat die Stadt Köln hier online gestellt.

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Hitze und Medikamente

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Wer regelmäßig Medikamente nimmt, der sollte dann aufpassen. Denn bei den erwarteten Rekordtemperaturen könnte die Wirkung von Medikamenten anders sein oder ganz ausbleiben, sagt die Apothekerkammer Nordrhein. Vor allem Cremes, Salben und Zäpfchen sollten nicht zu warm werden. Auch Druckbehälter, die großer Hitze ausgesetzt werden, könnten die Wirkung von zum Beispiel Asthmasprays verändern. Tabletten und Kapseln seien weniger anfällig für hohe Temperaturen. Auch im Körper könnten Medikamente ihre Wirkung bei großer Hitzeeinwirkung verändern. Besonders Blutdruckmedikamente könnten ihre Wirkung noch verstärken, da der Blutdruck bei Hitze ohnehin sinke, sagt die Apothekerkammer. 

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Erste Hilfe bei Hitze-Notfall

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Expertinnen und Experten rechnen mit erhöhten Einsätzen von Rettungsdiensten. Daher ist es laut Stadt und Feuerwehr besonders wichtig, jetzt aufmerksam zu sein, um anderen bestmöglich helfen zu können. Wer einen überhitzten Menschen findet, soll laut Feuerwehr sofort die 112 wählen. Was wir bis zum Eintreffen des Rettungswagens tun können, erklärt Notarzt Julian Ullrich:

„Im Endeffekt müssen Sie als Laie im Rahmen der ersten Hilfe nur gucken: Ich hole denjenigen aus dem überwärmten Umfeld raus, ich bring ihn aus der Sonne in den Schatten, ich öffne vielleicht ein bisschen die beengte Kleidung und ich sehe zu, dass ich irgendwas Kaltes auf ihn drauf tue an eine Stelle, wo große Körpergefäße sind, beispielweise in die Achseln oder in die Leiste, wenn ich es denn habe, um zumindest beginnend ein Runterkühlen möglich zu machen.“

Stark verwirrten oder sogar bewusstlosen Menschen sollte auf keinen Fall Wasser in den Mund geschüttet werden, ansonsten bestehe Erstickungsgefahr, wenn das Wasser versehentlich in die falsche Öffnung gelangt.

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Im Auto einen kühlen Kopf bewahren

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Auch Autofahren sollte man bei der Hitze mit besonderer Vorsicht, so der ADAC. Denn bei Hitze fahren die Menschen aggressiver: Jeder siebte schwere Unfall passiere bei Temperaturen über 25 Grad. Vor allem, wenn man mit Kindern im Auto unterwegs ist, heißt es Vorsicht, so Thomas Müther vom ADAC:

"Auch Kindersitze können sehr sehr heiß werden, die kann man zum Beispiel mit einem hellen Tuch abdecken. Eltern sollten auf jeden Fall vor Fahrtantritt überprüfen, ob Sitze und Gurt nicht zu heiß geworden sind, das kann zu Verbrennungen führen."

Niemals sollte man Kinder oder Tiere im Auto lassen. Das Auto erhitze sich innerhalb kürzester Zeit auf über 60 Grad.

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Sichere Abkühlung im Wasser

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Außerdem dürften die Freibäder und Baggerseen bei diesen Temperaturen voll werden, im Rhein oder etwa im Fühlinger See außerhalb des Strandbad Blackfoot Beach ist das Schwimmen allerdings streng verboten. Und das aus gutem Grund, so Martin Holzhause vom DLRG:

"Also das Wichtigste überhaupt ist eigentlich an Stellen baden zu gehen, die von Rettungsschwimmern bewacht sind. Dann kommt es auch weniger zu tödlichen Unfällen. Die passieren nämlich meistens in Gewässern, die nicht bewacht sind. Da gibt es einfach eine ganze Menge Verletzungsrisiken, die tödlich sein können."
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So bleiben eure Vierbeiner cool

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Die Hitze macht nicht nur uns Menschen zu schaffen. Lea Schmitz vom Deutschen Tierschutzbund weiß, worauf man bei solchen Temperaturen bei Haustieren achten sollte:

„Als erste Maßnahme sollte man das Tier in den Schatten bringen. Wenn es wirklich aufgeheizt ist, stark hechelnd, kann man Hunde zum Beispiel auf eine kühle Decke oder ein kühles Handtuch legen. Auf keinen Fall sollte man ein Tier mit kaltem Wasser überschütten, das ist wirklich gefährlich für den Kreislauf. Immer langsam im Schatten runterkühlen.“

Und niemals sollte man die Tiere im Auto lassen. Im geparkten Auto kann es über 60 Grad heiß werden.

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Abkühlung durch die Stadt

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Im Rahmen ihres "Hitzeaktionsplans" testet die Stadt Köln am Montag gemeinsam mit der RheinEnergie einen speziellen Wasserschlauch, der den Bereich unterhalb des Heinrich-Böll-Platzes vor der Hohenzollernbrücke abkühlen soll.

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Hinweise zum Umgang mit Rekordtemperaturen
© RheinEnergie
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Der perforierte Schlauch versprüht das kühle Wasser für etwa vier Stunden in der Umgebung. Wie die Stadt mitteilt, sollen durch solche Maßnahmen aufgeheizte Stadträume zu erträglichen Aufenthaltsbereichen werden. Vor allen Dingen zum gesundheitlichen Schutz der Kölner, denn die Hitze belaste den menschlichen Organismus und sie mache besonders vulnerablen Gruppen zu schaffen. Die Ergebnisse des Tests entscheiden dann darüber, ob die Kühlung durch den Einsatz von Wasser bei uns in Köln zukünftig eine Option ist. 

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