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 Hitzewoche startet mit tropischen Temperaturen
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Hitzewoche startet mit tropischen Temperaturen

(RO| Symbolbild) Hinter uns in Köln liegt die bislang wärmste Nacht des Jahres . Die Werte sind nicht unter die 20-Grad-Marke gefallen, das nennen die Experten dann eine tropische Nacht.

Veröffentlicht: Montag, 24.06.2019 08:14

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Tagsüber gibt es ab jetzt dazu auch noch die Sahara-Hitze. Schon am Montag klettern die Temperaturen auf bis zu 35 Grad und in den nächsten Tagen wird es noch heißer. Vor allem ältere Menschen und chronisch Kranke leiden unter der großen Hitze.

Aber auch Haustieren machen die Temperaturen zu schaffen. Jedes Jahr warnt zum Beispiel die Kölner Feuerwehr davor, Hunde im Auto zurück zu lassen. Auch bei leicht geöffneter Scheibe heizt sich das Innere eines Fahrzeugs in kurzer Zeit so stark auf, dass Hunde kollabieren könnten.

Das Gleiche gilt natürlich für kleine Kinder. Mal schnell gegenüber ein paar Teile einkaufen, während das Kind im Auto schläft, das sollten Eltern bei diesen Temperaturen auf keinen Fall tun.  

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Auch das Kölner Gesundheitsamt gibt Hitze-Tipps

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Heiße Tage und Tropennächte machen dem Organismus zu schaffen

Köln steuert in den nächsten Tagen auf Temperaturen über 30 Grad zu. Die ungewohnte Hitze stellt den Organismus vor einige Probleme. Schwitzen, Mattigkeit und Kreislaufschwäche sind die unerwünschten Nebenwirkungen hoher Temperaturen. Besonders sensibel reagieren Menschen mit einem ohnehin geschwächten Kreislauf auf die Hitze. Zu ihnen zählen chronisch Kranke (besonders gefährdet sind Herzkranke und Menschen mit Bluthochdruck), Demenzkranke, Ältere, Pflegebedürftige, kleine Kinder und Babys.

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Bei den hohen Temperaturen sollte man regelmäßig und ausreichend trinken. Gute Durstlöscher sind Wasser, ungesüßte Tees oder Saftschorlen. Auf koffeinhaltige Getränke wie Kaffee oder schwarzen Tee sollte man aufgrund ihrer aufputschenden Wirkung verzichten oder diese nur in geringen Mengen zu sich nehmen. Schwere Kost fordert den Körper zusätzlich heraus, weil sie aufwendig verdaut werden muss. In der Mittagshitze als Snack für zwischendurch gut geeignet ist daher Obst. Es liefert außer Vitaminen und Mineralstoffen auch Wasser. Vor allem Melonen, Tomaten und Gurken können den Flüssigkeitshaushalt aufbessern.

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Am Tag sollte man die Fenster geschlossen halten, um möglichst wenig Wärme hereinzulassen, und nur lüften, wenn es unbedingt notwendig ist, also wenn Geruchs- oder Schadstoffe heraus müssen. Immer dann, wenn es draußen kälter ist als drinnen, also vor allem nachts und früh am Morgen, sollte man die Fenster öffnen, um kalte Luft herein zu lassen.


Bei den hohen Temperaturen sollte man tagsüber eine helle, luftige Kleidung aus Baumwolle und Naturfasern tragen. Um Hautkrebs vorzubeugen, ist ein ausreichender Sonnenschutz durch Sonnencreme wichtig (mindestens Lichtschutzfaktor 30, besser 50).


Körperliche Aktivitäten und Anstrengungen sollten möglichst vermieden werden. Große Hitze belastet den Körper. Flüssigkeitsmangel, eine Verschlimmerung bestehender Krankheiten, Hitzekrämpfe und ein Hitzschlag können die Folgen sein. Folgende Warnzeichen des Körpers sollten ernst genommen werden: heftige Kopfschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Übelkeit, ein ungewohntes Unruhegefühl, trockene Haut und Lippen, ein Hitzekollaps.


Die Hitze lässt auch die Ozonwerte steigen. Weil die Ozonwerte mittags und nachmittags am höchsten sind, sollte man zu diesen Zeiten längere körperliche Anstrengung im Freien, etwa beim Sport, möglichst vermeiden. Sport sollte nur am frühen Morgen oder am späteren Abend gemacht werden. Das gilt besonders für Kinder und empfindliche Menschen.

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Hitzewelle belastet die Tiere stark

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Auf die Sahara-Hitzewelle in Köln werden auch die Tiere vorbereitet. So bleibt beispielsweise das Tierheim in Zollstock am Dienstag und Mittwoch wegen der Hitze für Besucher geschlossen, damit die Tiere nicht zusätzlich belastet werden.

Das Tierheim in Dellbrück hat geöffnet, allerdings gibt es in allen Gehegen Sonnensegel für ausreichend Schatten und Wassermuscheln zum Planschen. Außerdem können Tiere nur in Autos mit Klimaanlagen und am frühen Morgen nach Absprache abgeholt werden. 

Auch die Tiere im Kölner Zoo sind auf die Hitze vorbereitet. Für Seelöwen und Pinguine wird z.B. regelmäßig kaltes Wasser zum Schwimmen nachgefüllt.

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 Hitzewoche startet mit tropischen Temperaturen
© Werner Scheurer
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