
Höhepunkt der Omikron-Welle im Februar erwartet
(MT|Symbolbild) Mehr als 2.400 Neuinfektionen in Köln und ein Todesfall seit Freitag. Das sind die offiziellen Zahlen, aber aus dem Gesundheitsamt heißt es: Das ist nicht die Realität. Es gäbe täglich aktuell zwischen 3.000 und 4.000 Neuinfektionen. Zu viele, um mit dem Melden hinterherzukommen. Wie befürchtet hat die Omikron-Welle Köln erreicht und die Prognose des Kölner Krisenstabes geht von weiter stark ansteigenden Infektionszahlen für Köln bis Mitte/Ende Februar aus.
Veröffentlicht:
Stadtsprecher Alexander Vogel sagte nach der Sitzung des Stabes am Freitag im Radio Köln-Gespräch, ein Wissenschaftler der TU Berlin habe drei verschiedene Prognosemodelle mit schärferen Maßnahmen, sowie ohne eine Verschärfung der Maßnahmen vorgestellt. Alle drei Modelle gingen davon aus, dass in etwa vier Wochen der Höhepunkt der Welle erreicht sei und die Infektionszahlen dann wieder zurückgingen. Bis dahin sei es ein langer Weg.
Die Modellrechnung geht zum Höhepunkt der Omikron-Welle von einer Wocheninzidenz für Köln zwischen 2.000 und 5.000 aus. Das würde bedeuten, dass sich in Köln im schlimmsten Fall täglich rund 8.000 Menschen neu infizieren würden. Es gäbe Notfallpläne für den Fall, dass in der kritischen Infrastruktur, etwa bei Müllabfuhr oder Energieversorgung, zu viele Menschen gleichzeitig krank würden.
Durch die hohe Zahl an Infektionen gehe man auch von einer ansteigenden Belastung der Krankenhäuser aus. Laut Gesundheitsamt ist die Lage auf den Intensivstationen der Kölner Kliniken in Sachen Corona aktuell relativ entspannt. Aber auf den normalen Stationen merke man langsam einen Anstieg von Coronafällen.