
Höhere Anwohnerparkgebühren lösen gemischte Reaktionen aus
(DD|Symbolbild) Der ADAC Nordrhein hält die von der Stadt vorgeschlagene Gebührenerhöhung fürs Anwohnerparken grundsätzlich für nachvollziehbar. Der bisherige Preis sei nicht mehr zeitgemäß gewesen. Allerdings schieße die Stadt mit ihrer Forderung übers Ziel hinaus.
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Immerhin würden soziale Aspekte zum Teil berücksichtigt. So sollen etwa Menschen mit Schwerbehindertenausweis oder KölnPass deutliche Ermäßigungen erhalten. Aber bis zu 390 Euro jährlich - das könnte gerade für Familien, die auf das Auto angewiesen seien schwer zu stemmen sein, heißt es vom ADAC Nordrhein. Alternativen zum Auto müssten konsequent weiter ausgebaut werden. Aber nicht alle könnten einfach so ihr Auto abschaffen. Das ist das von der Stadt erklärte Ziel der Maßnahme - weniger Autos in Köln.
Die Grünen und Volt sind sich bereits einig: Öffentlicher Raum ist ein hohes Gut. Er muss gerecht verteilt und dafür angemessen bezahlt werden. Die CDU zeigt sich dagegen zufrieden mit dem Ansatz. Er punkte mit der sozialen Komponente, weil Kölnpass-Inhaber und Menschen mit Behinderung eine Ermäßigung bekommen. Die Erlöse aus den erhöhten Gebühren könnten in den Ausbau des ÖPNV fließen. Die FDP spricht hingegen von Abzocke. Auch die SPD äußert sich kritisch, man könne nicht die Gebühren auf einen Schlag massiv erhöhen, ohne für Alternativen für die zu sorgen, die aufs Auto angewiesen seien. Man müsse Alternativen schaffen, bevor die Gebühren erhöht würden. Also den ÖPNV massiv ausbauen und gleichzeitig für neue Veedelsparkhäuser und Quartiersgaragen sorgen.