
IG Bau warnt vor Rückschritt als Krisen-Folge
(SB|Symbolbild) Sie kümmern sich stärker um die Kinder und den Haushalt, verdienen aber deutlich weniger und müssen häufiger um ihren Job fürchten. Die Gewerkschaft IG Bau warnt zum internationalen Frauentag am Montag vor einem Rückschritt in Sachen Gleichberechtigung in Folge der Corona-Krise. Vor allem Minijobs würden in der Krise zunehmend zur Karriere-Falle, so die Gewerkschaft.
Veröffentlicht: Montag, 08.03.2021 06:58
Rund 66 Prozent aller 10.700 Minijobs in der Gebäudereinigung seien in Köln in Frauenhand. Bei diesen geringfügigen Beschäftigungen gehen Menschen in Sachen Kurzarbeitsgeld leer aus. Außerdem seien sie häufiger von Entlassungen betroffen, so die IG Bau. Die Forderung: Diese Minijobs sollten in dieser Form abgeschafft und sozialversicherungspflichtig gemacht werden. Die Gewerkschaft weist außerdem auf die gestiegene Belastung von Frauen hin. Wenn die Kita zu ist, bleibt die Betreuung meistens an Frauen hängen.
Neben besseren politischen Bedingungen, müsse es auch ein gesellschaftliches Umdenken geben.
ver.di ruft außerdem zum Protest in der Altenpflege auf, in der meistens Frauen tätig sind. Ein flächendeckender Tarifvertrag war hier zuletzt durch die Caritas und Diakonie verhindert worden. Zwar gibt es Tarifverträge, diese sind aber nicht für alle gültig. ver.di kommentiert in einer Mitteilung: Zuerst wurden sie beklatscht, jetzt bekommen sie eine Klatsche.