
Martin Schlüter von der IG Kölner Gastro zeigte im RK Interview zwar Verständnis für eine solche Maßnahme, sagte aber auch klar, was für die Gastro jetzt wichtig sei:
‚‚Entscheidend ist es, dass die Geboosterten weiterhin Zugang zur Gastronomie haben und nicht einen tagesaktuellen Test mitbringen müssen. Das ist für uns Gastronomen das Wichtigste und ganz entscheidend. Wenn jetzt die Geboosterten als getestet gelten und weiterhin Zugang haben, würden wir es zähneknirschend akzeptieren und glaube ich auch da irgendwie durchkommen.‘‘
Viele Wirtinnen und Wirte in Köln würden aber jetzt schon mit dem Gedanken spielen, ihren Betrieb schließen, weil sich das Geschäft nicht mehr lohne, so Schlüter weiter. Die IG Gastro appelliere an die Stadt Köln und den Staat, die Wirte nicht zu vergessen und finanziell besser zu unterstützen.
Der Deutsche Hotel- und Gaststädten-Verband (DEHOGA) Nordrhein zeigt sich geschockt. Sprecher Christoph Becker wies im Radio Köln-Interview darauf hin, dass der Januar durch anfallende Kosten sowieso schon ein sehr schwieriger Monat für Kölner Gastronomen sei:
‚‚Von daher brauchen wir jetzt und direkt finanzielle Unterstützung, weil das Geschäft mit 2G-Plus komplett wegbricht. Wir hatten schon kein Weihnachtsgeschäft, wir hatten kein Silvester und der Karneval fällt auch aus, sodass auch perspektivisch den Betrieben jegliche Form von Einnahmen fehlt.‘‘
Auch dass Geboosterte keinen zusätzlichen Test nachweisen müssen, sei keine Rettung, so Becker. Es gebe selten Gruppen, in denen wirklich alle geboostert seien. Diese Gruppen würden sich dann wohl eher im privaten Raum treffen, statt in der Gastro.