
IHK Geschäftsführer Uwe Vetterlein sagte im Radio Köln Interview, man habe zuvor lange vergeblich versucht, in dem Verein verkrustete Strukturen aufzubrechen, zu modernisieren und einheitliche Standpunkte in der Wirtschaftspolitik zu finden:
„Wir haben in den letzten drei Jahren versucht, diese Themen aktiv, dynamisch und auch offensiver nach vorne zu treiben, als das bisher der Fall war, weil es eben brennt. Diese Haltung hat die IHK NRW nicht geteilt und ist bei eher traditionellen, eher behäbigen, eher langsamen Strukturen geblieben, die eher auf Austausch – auch mit der Politik – ausgerichtet waren.“
Industrie und Handel bräuchten im Kammerbezirk schnell verlässliche Aussagen, zum Beispiel zu Energiepreisen. Einige Unternehmen würden bereits kein Geld mehr in NRW investieren.
Der langjährige Streit um die Neuausrichtung des aus 16 Kammern bestehenden Verbundes sei am Ende von der Sachebene ins sehr Persönliche abgeglitten, sei sehr emotional geworden und auf dieser Ebene könne man nicht zusammenarbeiten, sagte Vetterlein. Es sei nicht nachvollziehbar, dass die IHK Köln zwar 20 Prozent des Budgets der IHK NRW zahle, aber nur 1/16 Einfluss habe. Der Verein hätte sich in vielen Bereichen nicht deutlich genug positioniert. Das werde die IHK Köln jetzt ändern und ihre eigenen Interessen künftig alleine und klar vertreten.
Am 13. November soll die Vollversammlung der IHK über die neue Situation informiert werden.