
Innenminister Reul kritisiert Derby-Krawalle
Die Ausschreitungen mit mindestens sechs Verletzten beim Derby Köln gegen Gladbach werden den 1. FC Köln noch länger beschäftigen. NRW-Innenminister Herbert Reul hat die Täter, aber indirekt auch die Verantwortlichen des FC scharf kritisiert.
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Reul sagte: „Wer mit Sturmhaube im Stadion steht, der will keinen Fußball sehen, der sucht Ärger. Der zerstört nicht nur Tribünen, sondern den Fußball als Familienfest." Für seine Kritik am FC nimmt er aber einen Umweg: Er fragt wörtlich: "Wieso kommt dieses Zeug immer noch ins Stadion?" Gemeint sind damit Böller und Rakten. Es könne nicht im Sinne von Vereinen, Spielern, und Funktionären sein, dass solche Menschen im Namen ihrer Mannschaft zündeln, prügeln, randalieren, so der CDU-Innenminister. Das ist ein klarer Seitenhieb in Richtung des FC, denn der als Veranstalter ist für die Einlasskontrollen verantwortlich. So sieht es die Stadionallianz, das Sicherheitskonzept vor.
Das sagen Polizei und Gewerkschaft
Die Kölner Polizei betont, man sei sofort eingeschritten. Aber weil die Polizei eben nicht mehr wie früher im Stadion bereitstand, sondern erst von draußen reinkommen musste, hat es etwas gedauert. Die Einsatzleiterin erklärt, es sei die Aufgabe der Stadionallianz, die Ereignisse sachlich einzuordnen. Gemeinsam mit den Kooperationspartnern soll alles konstruktiv aufgearbeitet werden, und wo erforderlich, soll nachgebessert werden.
Auch die Polizeigewerkschaft NRW verweist auf die Pflicht des Ordnerdienstes im Stadion, Auseinandersetzungen dort entgegenzuwirken. Der Veranstalter müsse sich um ausreichende Sicherheitsmaßnahmen bei den Einlasskontrollen kümmern. Aber es werde deutlich, dass die Vereine daran kein echtes Interesse hätten, so die Gewerkschaft. (FW|KU|Symbolbild)