Jeckenreport: Brings, Rabaue und Corona-Hits

Ja, das Coronavirus hat unser Leben im Moment im Griff. Von der kölschen Musik und der Lebensart bei uns in Köln, davon lassen wir uns aber nicht abbringen. Musikalisch geht's bei uns in Köln gerade viel um die aktuelle Situation. Unser Jeckenreport.

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Den kölschen Bands und den Künstlern muss man an dieser Stelle mal ein dickes Kompliment machen: Den Kopf lässt niemand hängen. Alle versuchen sie gerade irgendwie mit der Situation umzugehen, produzieren neue Songs, texten Songs auf die aktuelle Situation um, spielen Online- und Mitsingkonzerte. Schön, dass ihr uns durch diese schwierige Zeit begleitet. Danke!

Cover wird zum Hit

Die Rabaue zum Beispiel haben musikalisch reagiert. "Auf amol" heißt der Song der Schürzenjäger, den sich die Kölner Band geschnappt, eingekölscht und in die Zeit des Coronavirus geholt hat. "Op eimol" ist richtig durchgestartet, in den sozialen Netzwerken tausendfach geteilt und abgerufen. "Irgendwie haben wir damit einen Nerv getroffen", hat uns Frontmann Alex Barth im Interview erzählt. Im Netz heißt es unter anderem: "Da habt ihr aber richtig einen rausgehauen!" Dem können wir nur zustimmen.

Veedelband weiter erfolgreich

Letzte Woche feierte die Veedelband große Videopremiere, kaum eine Band oder ein Künstler aus der Stadt waren nicht in diesem Video nicht zu sehen und zu hören. Jetzt wird über's Netz weiter zusammen "En unserem Veedel" gesungen. Über eine Website wird der Song synchron abgespielt. 13.000 Menschen haben zum Start der Aktion am Samstagabend im großen Chor von ihren Balkonen und an ihren Fenstern mitgesungen - als Zeichen der Solidarität.

Lupo und die Corona-Hits

"Männer sind Schweine" - das singen die Ärzte in ihrem Hit. Lupo haben den Song ein bisschen umgetextet und singen "Leere Regale, weißt du wo noch Nudeln sind...". Der Superhit "Despacito" hat ebenfalls einen neuen Text bekommen: "Scheiß Corona, wegen dir darf ich nicht mehr zu meiner Oma..." heißt es in dem Video von Pedro und Kai. Und auch den eigenen Song "För die Liebe nit" haben die Jungs umgebaut: "Wir gehen heute nicht vor die Tür, wir mögen Corona nit..." singt Kai auf seinem Balkon. Bei aller Ernsthaftigkeit in diesen Tagen - ein bisschen Spaß und Kreativität muss sein.

Peter Brings im Gespräch

Auch Peter Brings und seine Jungs müssen sich damit abfinden, was gerade los ist. Nicht viel. Viele Konzerte und Auftritte hat die Band schon in die zweite Jahreshälfte verschoben. In unserem Kölner Corona-Update spricht Peter Brings allerdings auch davon, dass die Schieberei irgendwann an Grenzen stößt: "Man kann ein Jahr nicht verschieben, das geht nicht. Da musst du irgendwann auch als Band sehen, so leid einem das tut, dass das Jahr einfach weg ist." Mehr zu Peter und seiner Band Brings könnt ihr euch in unserer Podcast-Spezial-Folge hier unten anhören. Viel Spaß!

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