
Katerfrühstück der Arbeitgeber Köln
Der Wirtschaftsstandort Köln steht auf dem Prüfstand. Das sagte der Vorsitzende der ARBEITGEBER KÖLN e.V. Michael Jäger auf dem mit NetCologne gemeinsam ausgerichteten traditionellen Katerfrühstück am Mittwochvormittag.
Veröffentlicht: Mittwoch, 06.03.2019 14:11
Jäger kritisierte einmal mehr die schlechte Verkehrsinfrastruktur in Köln und forderte gleichzeitig den Abbau von Bürokratie. Grundlage der Diskussion vor den rund 200 geladenen Gästen der Kölner Stadtgesellschaft war das Motto: „Köln wie entfesselt? Wohin entwickelt sich der Wirtschaftsstandort 4.0?“
Timo von Lepel, der Geschäftsführer von NetCologne, betonte in seiner Rede, dass der Ausbau der digitalen Infrastruktur in Köln die Grundlage für den digitalen Wirtschaftsstandort 4.0 und damit auch für die Zukunft Kölns sei. Jetzt gelte es, diese digitale Zukunft Kölns zu gestalten. Zum Beispiel mit dem konsequenten Ausbau des Glasfasernetzes in Köln. NetCologne investiere seit langem viel in diesen Ausbau und werde das auch weiterhin tun, so von Lepel.
NRW-Wirtschaftsminister Andreas Pinkwart lobte in seinem Statement den bislang erreichten Ausbau digitaler Infrastruktur in Köln. Landesweit sei geplant, in den nächsten Jahren alle Schulen ans Internet anzuschließen. Köln habe diesen Prozess mit Hilfe von Stadtverwaltung und NetCologne aber bereits abgeschlossen und gehe landesweit voran, dafür sei er dankbar. Der FDP-Politiker sagte, die Landesregierung werde Köln bei dem Ziel, Europas digitale Hauptstadt zu werden, unterstützen.
Stadtdirektor Stephan Keller sagte, er wolle noch vor der Sommerpause einen Gigabit – Masterplan in den Stadtrat einbringen. Das Ziel sei es, bis 2025 stadtweit an jeder Stelle Gigabit Bandbreite anbieten zu können. Derzeit gebe es noch rund 27.000 Haushalte in Köln ohne schnelles Internet. Die Pläne, auch für den 5G Ausbau in Köln, müssten jetzt erarbeitet werden, um möglichst schnell Fördergelder vom Bund anfordern zu können.
Ein weiteres Thema war auch die angeschlagene Verkehrsinfrastruktur in Köln. Der Vorsitzende der ARBEITGEBER KÖLN e.V. Michael Jäger kritisierte dabei die Maßnahmen zur Luftreinhaltung der Stadtverwaltung. Jäger warnte zum Beispiel vor der Einführung einer Express-Busspur entlang der Aachener Straße. Diese gleiche einem Arterienverschluss und sei ein gut gemeinter Aktionismus, der aber nur zu mehr Stau führe, anstatt zu weniger.

