
Katholikenausschuss kritisiert Missbrauchs-Gutachten
(DC|Symbolbild) Der Kölner Katholikenausschuss hat enttäuscht auf das Gutachten zum Umgang mit Missbrauch im Kölner Erzbistum reagiert. Der Verbund der Laien im Erzbistum hat am Montagabend auf der Vollversammlung eine Stellungnahme zum Gutachten verabschiedet. Der Vorsitzende des Ausschusses Gregor Stiels sagte, das Gutachten sei nicht der erhoffte Befreiungsschlag, um Vertrauen zurück zu gewinnen.
Veröffentlicht: Dienstag, 23.03.2021 10:04
Es könne nicht sein, so Stiels, dass das Gutachten eine rein rechtliche Betrachtung einnehme und das aufgrund unvollständiger, teils sogar manipulierter Akten:
„Was vermisst wird bis heute ist auch eine Entschuldigung, ein Bußgottesdienst im Kölner Dom, eine aufrichtige Entschuldigung, ein Wiedergutmachen. Außerdem wollen wir Verantwortlichkeiten auch sehen. Wer ist verantwortlich für eine manipulierte und dünne Aktenlage? Auch da gibt es eine Organisationsverantwortung. Welche Rolle haben Weihbischöfe und Geheimsekretäre gespielt? Auch alles das ist offengeblieben.“
Der Kölner Erzbischof Kardinal Woelki will am Dienstag weitere Konsequenzen aus dem Gutachten auf einer Pressekonferenz vorstellen. Bislang sind drei Kölner Weihbischöfe von ihren Aufgaben freigestellt worden, der Hamburger Erzbischof hatte um seinen Rücktritt gebeten.