
Kein zusätzliches Gremium für ein sicheres Nachtleben
(SB|Symbolbild) In Köln wird es keine zusätzliche Task Force für ein sicheres Nachtleben geben. Das hat der Hauptausschuss mit den Stimmen von CDU, Grünen und GUT beschlossen und damit eine zentrale Forderung der SPD abgelehnt.
Veröffentlicht: Montag, 03.08.2020 14:36
Die Sozialdemokraten hatten in einer Sondersitzung des Hauptausschusses, Kölns Oberbürgermeisterin Reker angegriffen. Die Verwaltung handle bei der Umsetzung der Pandemieregeln planlos und hilflos.
Die Zahlen steigen, und damit auch das Risiko sich beim Feiern anzustecken. Wer sich nicht an die Regeln halte, riskiere einen neuen Lockdown, so SPD-Mann Joisten. Die Situation sei auch für die Wirte brandgefährlich. Mit dem Standpunkt steht die SPD im Stadtrat aber alleine. CDU und Grüne, aber auch FDP und sogar die Linken werfen der SPD Wahlkampfpolemik vor. Es gehe darum, die Pandemieregeln überall umzusetzen; nicht nur im Nachtleben, sagte CDU-Chef Petelkau.
Der Krisenstab habe mit seinen Entscheidungen dafür gesorgt, dass Köln vergleichsweise gut dastehe. Ein weiteres Gremium mit einer Task Force sei überflüssig, so Grünen-Frau von Bülow. Weitere Ideen der SPD, wie ein/e Nachtbürgermeister*in oder Open-Air Events hatte der Hauptausschuss abgelehnt. Henriette Reker sagte, wer eine gute Idee habe, um das Problem in Griff zu bekommen, könne diese gerne an die Stadt weitergeben.