
Klinik und ver.di streiten wegen Streik
(PR|Foto:Symbolbild) Der Ton zwischen ver.di und den städtischen Kliniken wird rauer. Die Kliniken hatten am Dienstag per einstweiliger Verfügung erwirkt, dass nicht komplette Stationen bestreikt werden dürfen. Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen der Kliniken hatten auf der Kundgebung berichtet, dass in den Kliniken am Mittwoch nicht unbedingt notwendige Operationen durchgeführt worden sein sollen.
Veröffentlicht: Mittwoch, 14.10.2020 15:17
Kölns ver.di-Chef Daniel Kolle wirft den städtischen Kliniken einen Angriff auf das Streikrecht vor:
„Wenn es wahr ist, dass heute auf den Stationen, die das Gericht mit Notdiensten durch Verfügungen besetzt hat, tatsächlich Maßnahmen durchgeführt worden sind, die nicht Notmaßnahmen waren, dann hat man nicht nur unter Vorspielen falscher Tatsachen ein Gerichtsurteil erwirkt, sondern man hat die Notdienstvereinbarung, die wir abgeschlossen haben, eklatant gebrochen.“
Die städtischen Kliniken weisen die Vorwürfe von sich. Es seien in Merheim und Holweide nur Operationen durchgeführt worden, die den Leitlinien von Notfällen gemäß der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie entsprechen. Mittwoch sollen es rund 35 OPs gewesen sein, verglichen mit 160 -170 an normalen Werktagen.