
Knapp 40 Prozent Minijob-Anteil in Kleinbetrieben
(MT|Archivbild) Der Deutsche Gewerkschaftsbund in Köln sieht ein Problem durch zu viele Minijobs. Besonders in Kleinbetrieben verdrängen sie sozialversicherte Beschäftigungsverhältnisse, heißt es in einer Mitteilung. Bei uns in Köln seien Ende Juni letzten Jahres knapp 40 Prozent der Jobs in Kleinbetrieben Minijobs gewesen.
Veröffentlicht: Samstag, 19.03.2022 11:43
Besonders Handel, Gastronomie und das Reinigungs- und Dienstleistungsgewerbe seien von dem kostensparenden Arbeitsmodell betroffen.
Minijobs, also Jobs mit einer Lohnobergrenze von 450 Euro monatlich, haben sich fast zu einer Normalität entwickeln. Die Daten würden zeigen: Sie sind kein Sprungbrett in ein festes Arbeitsverhältnis. Der DGB sieht hohe soziale Folgekosten kommen: Den Minijobbern fehlt weitgehend der Schutz der Sozialversicherung. Sie haben keinen Anspruch auf Krankengeld, Kurzarbeitergeld und Arbeitslosengeld. Minijobs seien damit ein sicheres Ticket in die Altersarmut.