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Kölner Krankenhaus enttäuscht über Organspende-Entscheidung
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Kölner Krankenhaus enttäuscht über Organspende-Entscheidung

(PR | Foto: Symbolbild) Kölner, die Organspender werden möchten, müssen das auch künftig aktiv entscheiden. Der Bundestag hat am Donnerstagvormittag für den Entwurf gestimmt, dass die Bürger mindestens alle zehn Jahre auf das Thema Organspende angesprochen werden sollen. Die vom Lager um Gesundheitsminister Spahn vorgeschlagene Widerspruchslösung hat keine Mehrheit gefunden. Wer seine Organe spenden möchte, muss das auch weiterhin aktiv entscheiden und einen Organspendeausweis besitzen.

Veröffentlicht: Donnerstag, 16.01.2020 05:20

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Der Leiter der Kölner Transplantationsabteilung im Merheimer Krankenhaus ist bestürzt über den Ausgang der Abstimmung. Die Widerspruchslösung hätte Leben retten können, so Dr. Alexander Weidemann. Er ist vor allem für seine Patienten enttäuscht: 

„Ich war erst letzten Donnerstag mit Dialyse-Patienten bei einem Dialyse-Stammtisch. Die haben auch gehofft, dass die Widerspruchslösung kommt und die werden jetzt natürlich sehr enttäuscht sein. Sie haben gehofft, dass sich dadurch die Situation für sie auf der Warteliste verbessert.“

Im Kölner Transplantationszentrum kommen im Jahr dutzende Transplantationen zusammen. 155 Nieren, 12 Lebern und zwei Herzen haben die Kölner Ärzte im Jahr 2018 transplantiert. Für 2019 liegen noch keine abschließenden Zahlen vor. Die Tendenz sei aber rückläufig, sagte eine Sprecherin der Kölner Kliniken.

Die Transplantationen finden am Krankenhaus Merheim und der Kölner Uniklinik statt. In Merheim führten die Ärzte vergangenes Jahr außerdem 91 Hornhauttransplantationen durch. Auch das seien weniger als im Jahr davor. Allein für Nierenspenden stehen in Köln hunderte Patienten auf der Warteliste.

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