
Kölner Nachbarschaftsstreit vor dem Bundesgerichtshof
(PW|Symbolbild) Grillen, Bäume oder laute Musik - Streitereien unter Nachbarinnen und Nachbarn haben häufig schon Gerichte beschäftigt. Ein eher ungewöhnlicher Fall aus Köln befasst heute das oberste deutsche Zivilgericht. Es geht um Wärmedämmung.
Veröffentlicht: Freitag, 12.11.2021 06:17
Die Eigentümerinnen und Eigentümer zweier Mehrfamilienhäuser haben sich in die Haare bekommen. Einer von ihnen will an seinem Haus eine Wärmedämmung anbringen, die mehrere Zentimeter auf das Nachbargrundstück übersteht. Dagegen wehrt sich der Nachbar und der Fall ist vor Gericht gelandet. Das NRW-Recht erlaubt den Überbau, wenn eine ähnliche Wärmedämmung anders nur mit viel Aufwand machbar wäre. Der Bundesgerichtshof muss klären, ob das Land dies überhaupt selbst regeln durfte. Denn es gibt hier schon Vorgaben auf Bundesebene. Angesichts der Klimaschutzauflagen könnte das Thema noch an Bedeutung gewinnen.