
Kölner Wälder besonders von der Hitze betroffen
(RO) Die trockenen Sommer der letzten Jahre werden die Waldlandschaft in und um Köln nachhaltig verändern. Die Forstexperten schlagen Alarm. Denn schon nach diesem Sommer wird es bei uns hier so gut wie keinen Fichtenbestand mehr geben.
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Schuld seien Hitze, Dürre und dadurch verstärkt der Befall durch den Borkenkäfer, sagte uns Stadtförster Jörn Anlauf. Die Forstwirtschaft müsse umdenken:
Wir Förster denken immer 100, 150, 200 Jahre weiter und wollen ja auch für die Bürger in 100 Jahren einen schönen grünen Wald pflanzen. Da fragt man sich schon: Welche Baumarten haben hier Bestand? Ich denke, das werden tendenziell Baumarten des Mittelmeers sein.
Auch Andreas Wiebe vom Landesbetrieb Wald und Holz NRW sieht in den Borkenkäfern ein großes Problem. Die kleinen Tiere fressen die Wasserleitungsbahnen in Bäumen kaputt, dadurch sterben die ab. Besonders betroffen sind die Fichten:
In den Kölner Wäldern ist es natürlich ganz besonders warm und es gibt nur sehr wenig Niederschläge. Am schlimmsten ist, dass wir kaum Fichten sehen, die noch leben.
Das zeige auch, welche dramatischen Anforderungen die Förster hätten, die Wälder umzubauen, sagte Wiebe weiter.
In der nächsten Woche wollen Kölner Experten beraten, welche Baumarten konkret nachgepflanzt werden sollen. Das Land NRW will generell 10 Millionen Euro in die Aufforstung kranker Wälder stecken.