
Kölner Warnstreik-Welle im Überblick
(GL|Symbolbild) Mittlerweile kann man bei den ganzen Streiks im öffentlichen Dienst schon die Übersicht verlieren. Am Freitag fanden wieder Streiks in den städtischen Kitas und an den Flughäfen in Köln und Düsseldorf statt. Und auch nächste Woche wird es in Köln heftig: mit einem großen Warnstreik am Dienstag, sowie einem zweitägigen KVB-Streik.
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Der nächste KVB-Warnstreik steht vor der Tür
Die Gewerkschaft hat die Tarifbeschäftigten der KVB zu einem 48-Stunden-Warnstreik aufgerufen. Von Montag 3 Uhr bis Betriebsende am Dienstag soll dann bei der KVB alles stillstehen. Wie schon beim letzten Warnstreik sind die Züge der Deutschen Bahn und andere Unternehmen aber nicht betroffen: Kundinnen und Kunden können laut KVB also auf S-, Regional- und Regionalexpress-Bahnen ausweichen. Außerdem sollen die Busfahrten stattfinden, die von Subunternehmen durchgeführt werden.
Am Dienstag trifft der Warnstreik alle
Für Dienstag hat ver.di dann alle Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst in Köln zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Dadurch müsse man sich auch in den Ämtern auf längere Wartezeiten einstellen. Die allermeisten Kitas in Köln werden Dienstag auch wieder bestreikt, außerdem die kommunalen Krankenhäuser, die KölnBäder und die AWB. Mülltonnen werden nicht geleert, die Stadtreinigung wird eingestellt und auch der Sperrmüll bleibt liegen. Die Wertstoffcenter in Ossendorf und Gremberghoven bleiben ebenfalls dicht.
Es wird landesweite Kundgebungen von ver.di geben: Die Gewerkschaft erwartet mehr als 30.000 Teilnehmer in Köln, Gelsenkirchen und Mönchengladbach. Auf dem Heumarkt findet am Dienstag eine zentrale Kundgebung mit dem ver.di-Bundesvorsitzenden Frank Wernecke statt.
Der Grund für die Streikwelle: Auch die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen seien ergebnislos geblieben, kritisiert ver.di. Die Gewerkschaft fordert für die Angestellten 10,5 Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 500 Euro. Die dritte Runde der Tarifverhandlungen startet am 27. März.