Kölnerin soll sich dem IS angeschlossen haben

(PW|Symbolbild) Seit Montag muss sich einer Kölnerin vor dem Oberlandesgericht in Düsseldorf verantworten. Ihr wird vorgeworfen, sich 2015 von Köln aus der Terrormiliz IS angeschlossen zu haben. 

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Am Donnerstag sagte sie vor Gericht, sie habe eine unbeschwerte Kindheit in Köln gehabt. Ihre Eltern seien eher westlich orientiert gewesen, sagte die Frau außerdem. Sie soll nach islamischem Recht einen in der Türkei lebenden IS-Kämpfer aus Herford per Video geheiratet haben. Das Paar soll mit dem Sohn der Frau nach Syrien gereist und von der Terrormiliz in den Irak geschleust worden sein. Dort sollen sie ein Haus bezogen haben, dessen Bewohner der IS vertrieben hatte. Das ist laut Völkerstrafrecht ein Kriegsverbrechen gegen das Eigentum. Bei ihrer Einreise nach Deutschland wurde die Frau festgenommen. Ihr drohen nun mehrere Jahre Haft.

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