
Die Caritas hat in dem Zusammenhang Alarm geschlagen, wie Radio Köln am Dienstag berichtet hat. Die Krankenkassen würden oft nur bis zu 28 Euro pro Stunde zahlen. Benötigt würden aber 45 Euro, damit sich der Einsatz rechne, sagt die Caritas.
Auf Radio Köln-Anfrage rechtfertigt sich der Verband der Ersatzkassen in NRW. Den Begriff Familienpflege gebe es für die Krankenversicherungen nicht. Es gehe vielmehr um eine Haushaltshilfe. In 80 Prozent der Fälle, bei denen ein Elternteil erkrankt, würden Nachbarn, Angehörige oder Freunde sich um die Kinder kümmern. Die Kosten für eine Haushaltshilfe würden die Kassen durchaus übernehmen.
Allerdings hätten Kassen und Wohlfahrtsverbände lange über die Bezahlung verhandelt. Da sie zu keiner Einigung gefunden hätten, laufe momentan ein Schiedsverfahren. Die Ersatzkassen werfen den Wohlfahrtsverbänden in dem Zusammenhang vor, nichts zu unternehmen, um dieses Verfahren weiter zu verfolgen.