
Kritik an Abschiebung von Familie aus Sri Lanka
Am Freitagmorgen sollen Vater und Tochter aus ihrer Wohnung in Leverkusen geholt worden sein, um abgeschoben zu werden. Weitere Familienmitglieder sollen folgen. Viele sind geschockt und kennen die Familie aus Sri Lanka. Die Kinder gehen auf Kölner Schulen.
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Aus Protest gab es am Freitagnachmittag eine Demo auf dem Friesenplatz von Seebrücke Köln. Laut der Polizei haben etwa 100 Menschen daran teilgenommen. Die Seebrücke Köln spricht von über 700 Teilnehmenden.
Die Familie aus Leverkusen soll schon länger abgeschoben werden. In den Schulen der Kinder hatte es in der Vergangenheit bereits Solidaritätsbekundungen mit der Familie gegeben, Mitschüler hatten Plakate gemalt, damit ihre gut integrierten Freunde nicht abgeschoben werden. Die Ausländerbehörde Leverkusen sieht keine Duldungsgründe. Die Härtefallkommission des Landes NRW hat dagegen gefordert, die Familie nicht abzuschieben. Die Stadt Leverkusen hat auf unsere Nachfrage gesagt, dass sie Recht und Gesetz umsetzen muss. Die verwaltungsgerichtlichen Instanzen seien der Härtefallkommission nicht gefolgt.
Laut der Stadt Leverkusen beinfen sich Vater und die ältere Tochter in der Phase der Ausreise. Mutter und die vier weiteren Kinder hätten aufgrund eines unvorhergesehenen Ereignisses nicht gemeinsam ausreisen können. Der Ausreiseprozess wurde daher für den heutigen Tag beendet, so die Stadt. Die Ausreisepflicht der fünf Familienmitglieder bestehe unverändert fort. (PR|MH|Symbolbild)