Anzeige
Kritische Infrastruktur bereitet sich auf Omikron-Welle vor
© Kliniken der Stadt Köln gGmbH
Teilen:

Kritische Infrastruktur bereitet sich auf Omikron-Welle vor

(GL|Symbolbild) Gesundheitsminister Lauterbach hat am Mittwoch vorgeschlagen, die Quarantänezeiten zu verkürzen - sowohl für die allgemeine Bevölkerung, als auch bei Mitarbeitenden der kritischen Infrastruktur.

Veröffentlicht:

Anzeige

Zu der gehört auch die Kölner Polizei, die das Infektionsgeschehen genau im Blick hat. Auf Radio Köln-Anfrage hieß es, dass man je nach Lage reagiere, wenn es Corona-Fälle und Quarantäne-Zeiten gebe. Dann muss entweder ein interner Ausgleich gefunden werden, gegebenenfalls werde man aber auch durch zusätzliche Kräfte, wie der Bereitschaftspolizei, unterstützt. Außerdem würde man die Dienstzeiten gegebenenfalls zum Beispiel auf 12-Stunden-Dienste anpassen. Aktuell gebe es noch keine Hinweise darauf, dass die Einsatzfähigkeit der Behörden beeinträchtigt sein könnte. Sollte es zu größeren Personalausfällen durch Omikron kommen, könnten die Einsatzkräfte jederzeit regional verschoben werden.

Die Feuerwehr der Stadt Köln ist seit Beginn der Pandemie mit Notfallplänen ausgestattet, sagte uns Feuerwehr-Sprecher Ulrich Laschet im Radio Köln-Interview:

„Wir haben den Dienstbetrieb auf den Feuerwachen reguliert. Das heißt, es gibt keine Durchmischung mehr, sodass jeder Feuerwehrmann jede Funktion auf der Wache ausübt, sondern es wurden kleine Gruppen gebildet, innerhalb derer dann die Funktionen verteilt wurden. So wird die Einsatzbereitschaft sichergestellt.“

In den Hochphasen der Pandemie habe man sich sogar auch Räumlichkeiten angemietet und dort Ausweich-Feuerwachen installiert, um eine räumliche Trennung des Personals vornehmen zu können, so Laschet weiter. 

In den Kliniken der Stadt Köln gebe es Gespräche mit Beschäftigten in Elternzeit oder Kolleginnen und Kollegen, die seit kurzem in Rente sind, um sie für eine Aushilfe auf den Stationen zu gewinnen, heißt es vom Klinischen Direktor. Man rechne gerade durch die hohe Ansteckungsrate der Omikron-Variante mit erheblichen Personalausfällen aufgrund von Erkrankungen oder Quarantänezeiten. Dies versuchen die Kliniken durch Notfallpläne zu kompensieren. Das könne aber auch bedeuten, dass planbare Operationen neu terminiert und Stationen geschlossen werden müssten, um das dadurch freiwerdende Team bei der Versorgung von Covid-19-Patientinnen und Patienten einzusetzen.

Das Ordnungsamt der Stadt setzt auf gleichbleibende Schichtgruppen, eine besondere Schutzausrüstung, die Einhaltung der AHA+L-Regeln und ein frühes Impfangebot. Kliniken, Ordnungsamt und Feuerwehr passten die Maßnahmen je nach Lage und Situation regelmäßig an, hieß es von allen dreien.

Anzeige
Anzeige
Anzeige