Anzeige
Kuriose Prozesswoche im Landgericht
© Radio Köln/ Waltel
Teilen:

Kuriose Prozesswoche im Landgericht

(DC|Archivbild) Ein Zeuge aus dem Zeugenschutzprogramm, SEK und Hubschrauber sowie ein verletzter Angeklagter und ein eingeschlafener Schöffe. Die Prozesswoche im Strafverfahren gegen den ehemaligen Reemtsma Entführer Thomas Drach hatte einiges zu bieten.

Veröffentlicht:

Anzeige

Drach muss sich ja seit Februar mit einem mutmaßlichen Komplizen wegen bewaffneter Überfälle bei IKEA in Godorf, am Kölner Flughafen sowie in Frankfurt und Limburg verantworten. Drach selbst ist auch wegen versuchten Mordes angeklagt.

Am Freitag startete der Tag mit einem Befangenheitsantrag der Verteidigungen. Einer der fünf Schöffen sei am letzten Verhandlungstag während der Zeugenvernehmung mehrfach eingeschlafen und damit nicht objektiv. Eine Entscheidung des Richters steht noch aus. Ebenfalls kurios: Als die Verteidiger mit Gesten dem Richter deutlich machten, der Mitangeklagte und mutmaßliche Komplize von Drach sei auf dem Weg von der JVA ins Gericht falsch an der Schulter angefasst worden und habe starke Schmerzen, half mit einer starken Dosis Schmerzmittel aus dem Privatbestand.

Bereits Anfang der Woche hatte ein ehemaliger Mithäftling Drach schwer belastet hat. Der Mann ist in einem anderen Drogenverfahren mittlerweile im Zeugenschutzprogramm und behauptete Drach habe ihm gegenüber einige Taten gestanden. 

Anzeige
Anzeige
Anzeige