
Längere Haft für Kölner Lehrer wegen Sexualstraftaten
Ein Kölner Physiklehrer muss nach einer neuen Gerichtsentscheidung länger ins Gefängnis. Das Kölner Landgericht hat seine Haftstrafe auf fünf Jahre und drei Monate erhöht. Der Mann hatte eine Schülerin während des Unterrichts missbraucht und sein eigenes Baby vergewaltigt. Das Gericht korrigierte damit eine frühere Entscheidung aus dem Dezember 2024, die damals drei Jahre und zehn Monate Haft vorsah.
Veröffentlicht: Mittwoch, 15.07.2026 16:24
Der Bundesgerichtshof hatte das erste Urteil des Landgerichts beanstandet. Einzelne Taten seien rechtlich nicht als Versuch, sondern als vollendete Straftaten zu werten. Deshalb musste das Landgericht das Strafmaß neu festsetzen. Der Mann hatte die Verbrechen während seiner Zeit als Vertretungslehrer an einem Gymnasium begangen. Er knüpfte zu einer 16-jährigen Schülerin eine sexuelle Beziehung und missbrauchte sie während einer Unterrichtsstunde mit einem ferngesteuerten Sexspielzeug. Zusätzlich suchte er in Online-Chats Kontakt zu Kindern und erpresste sie für Nacktaufnahmen. Zudem vergewaltigte er seine elf Monate alte Tochter und fertigte Fotos an. Die Ermittler kamen ihm 2024 nach einem Hinweis auf die Spur. Nach einer Razzia kam er in Untersuchungshaft. Er wird seinen Beamtenstatus verlieren. (ISC|KS)