
Langer Sessionsauftakt
(GDM) Einen Ansturm wie nie hat Köln am Freitag zum Sessionsauftakt erlebt. Gefeiert wurde weitestgehend ohne größere Zwischenfälle. In der Altstadt und Südstadt war es laut Polizei zwar voll, aber relativ friedlich. Rund um das Zülpicher Viertel dagegen sprachen Stadt und Einsatzkräfte von einer angespannten Lage.
Veröffentlicht: Samstag, 12.11.2022 08:32
Nach einer ersten Zwischenbilanz der Stadt mussten über 50 Menschen in ein Krankenhaus gebracht werden. Die meisten davon aus dem Zülpicher Viertel. Die Zahl der gemeldeten Wildpinkler und Jugendschutzverstöße ist vergleichsweise gering. Die Zahlen sagen allerdings wenig aus, denn Wildpinkler zum Beispiel waren an jeder Ecke und an fast jedem Baum zu sehen. Die Mitarbeitenden des Ordnungsdienstes hatten schlicht anderes zu tun. Vor allem im Kwartier Latäng war es schon sehr früh, sehr voll, die Kontrollstellen überlaufen und Mitarbeitende des privaten Sicherheitsdienstes an viele Stellen überfordert. Manche wurden sogar gegenüber Feiernden handgreiflich. Ein Flaschenwurf verletzte einen Ordner, Menschen verletzten sich beim überklettern der Zäune, oder überrannten die Absperrungen. Stadtdirektorin Andrea Blome verwundert mit der Aussage „eines guten und lieben Verlaufs“. Denn besser wurde es erst, als Hundertschaften der Polizei eingriffen. Mit Blick auf Weiberfastnacht wird das Sicherheitskonzept an der einen oder anderen Stelle nachjustiert werden müssen.
Großeinsatz für Polizei und Rettungsdienste
Insgesamt waren über 1.000 Polizistinnen, Polizisten und hunderte Rettungskräfte in der Stadt im Einsatz. Rund um die Zülpicher Straße waren außerdem etwa 300 Ordner eines Sicherheitsdienstes positioniert. Es habe mehr als 70 Strafanzeigen wegen Körperverletzungen, Sexualstraftaten und Diebstählen gegeben, heißt es in einer ersten Bilanz der Polizei. So musste ein 27-jähriger Mann mit Messerstichen im Rücken in ein Krankenhaus. Er soll bei einem Streit im Hiroshima-Nagasaki-Park verletzt worden sein, heißt es von der Polizei. Laut der Ermittelnden hatten ihn zwei nicht kostümierte Tatverdächtige angegriffen und verletzt.










