Lauterbach reagiert auf Kritik von FC-Chef Heldt

(SR) Der Kölner SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat im Radio Köln-Interview auf Vorwürfe von FC-Geschäftsführer Horst Heldt reagiert. Heldt hatte Lauterbach vorgeworfen, immer nur zu sagen, was nicht gehe und was man nicht dürfe.


© Radio Köln/ Guido Ostrowksi

Es ging um Aussagen Lauterbachs gegen das DFL-Konzept, das wieder Zuschauer in Fußball Stadien vorsieht. In der TV-Sendung "Maischberger" hatte er den Vorstoß der DFL als unangemessen, unmöglich und nicht sicher bezeichnet. Bei uns im Interview hat der SPD-Politiker erklärt, warum er gegen die Öffnung der Stadien für Fans ist.

"Wir müssen Prioritäten setzen. Und ich sehe einfach in dem Fußballbetrieb, Anreise, Abreise, dem Spiel selbst sehe ich halt große Gefahren, dass es dann doch zu mehr Fällen kommt. Nicht dramatisch, aber es sind dann ein paar hundert Fälle und von diesen hundert Fällen gehen dann wieder hundert Fälle aus, und so weiter. Und dann sind wir wieder sehr schnell in einem Wachstum, wo wir überlegen müssen, was schränken wir jetzt ein. Und ich will einfach nicht, dass wir erneut bei den Kindern einschränken."

Denn wir stünden jetzt vor der großen Aufgabe, die Schulen erst mal wieder an den Start zu bringen. Gleichzeitig sehe er, wie auch andere Experten, den Beginn einer zweiten Welle. 

Heldt kritisierte auch, dass Lauterbach ähnlich negativ auch vor dem Restart der Bundesliga im Mai argumentiert habe. Es habe sich aber herausgestellt, dass der Bevölkerung nicht, wie behauptet, Corona-Tests weggenommen worden seien. Das medizinische Konzept sei vielmehr eine Blaupause für viele andere Vereine und Sportarten gewesen, auch international. Jetzt versuche man verantwortungsvoll die nächsten Schritte zu gehen und das sei legitim, so Heldt.  

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