Liebesbriefe untermauern Fakten

(SR|Foto: Symbolbild) Ausgerechnet am Valentinstag waren am Freitag im Terrorprozess um einen möglichen Anschlag mit dem Biokampfstoff Rizin Liebesbriefe ein Thema.

© Radio Köln/ Frank Waltel

Der wegen Terrorverdachts angeklagte Kölner Sief H. hatte Liebesbriefe aus der U-Haft an seine ebenfalls in U-Haft sitzende Frau Yasmin H. geschrieben. Das Gericht hatte die Briefe abgefangen, beschlagnahmt und am Freitag im Prozess vorgelesen.

In dem Schreiben bittet der Tunesier seine Frau um Verzeihung und erklärt, dass er sie immer lieben werde, schließlich glaube er an ein Leben im Paradies mit ihr, aber der Satan stünde zwischen ihnen, auch weil er selber sich falsch verhalten habe.

Das Gericht wertet die Briefe als belastendes Indiz gegen die angeklagte Frau. Da sie ein Motiv für den angeklagten Ehemann zeigen würde vor Gericht zu lügen, wenn es um die Rolle der Frau gehe. Die Angeklagten behaupten, die Frau sei an den Plänen nicht beteiligt gewesen. Der Richter erklärte am Freitag erneut, er gehe davon aus, dass das Ehepaar gemeinsam einen islamistischen Anschlag mit der Biowaffe Rizin geplant habe.

Die Liebesbriefe würden das Ergebnis der bisherigen Beweisaufnahme untermauern, denn sie zeigten, dass der Mann seine Frau immer noch liebe und mit seinen Behauptungen nur schützen wolle.

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