
Man gehe auch davon aus, dass die etwa aktuell aktiven 330.000 Abonnenten ebenfalls zu dem für sie günstigeren Deutschlandticket wechseln würden, sagt Sascha Triemer vom VRS. Es werde für das Deutschlandticket im VRS auch Besonderheiten geben:
„Das heißt ganz konkret, dass wir zum Preis von 39 Euro eine Fahrradmitnahmemöglichkeit im gesamten Bundesland einräumen. Wir werden eine erste Klasse-Aufwertung zum Preis von 69 Euro genauso zum 01.07. umsetzten. Das gibt es noch nicht in jedem Bundesland, aber wir haben uns mit den Kolleginnen und Kollegen vereinbart, dass es eine gute Lösung ist und auch eine sinnvolle Ergänzung des Basisproduktes Deutschlandticket.“
Deutschlandticket schön und gut. Der ÖPNV braucht aber mehr Geld, sagt VRS-Geschäftsführer Norbert Reinkober. Und um das wirklich zu schaffen, dass Autofahrerinnen und Autofahrer auf den ÖPNV umsteigen, brauche es ein stärkeres Bekenntnis der Politik. Man habe mit anderen Verbünden eine Resolution auch nach Berlin geschickt, sagte uns Reinkober:
„Wir haben im Augenblick natürlich einen riesen Hype für das Deutschlandticket und erwarten damit auch mehr Fahrgäste bei uns in den Zügen. Ich hoffe es werden auch mehr Einnahmen werden, denn auf der anderen Seite haben wir eine riesen Kostenkrise. Die Energiepreise sind extrem explodiert und wir haben bei den Materialkosten sehr hohe Zuschläge.“
Auch bei den Tarifabschlüssen für das Personal erwarte man hohe Zusatzkosten. Um die Verkehrswende wirklich zu schaffen, brauche es stabile und langfristige Fördergelder durch Bund und Land. Dazu müsste sich die Politik aber noch mehr zum ÖPNV bekennen, um in die Infrastruktur zu investieren und das Angebot auszubauen, so der Geschäftsführer des VRS Norbert Rheinkober.