
Alleine die Kölner Polizei wird an den Spieltagen mit rund 2.400 zusätzlichen Beamtinnen und Beamten im Einsatz sein. Dazu kommen hunderte private Sicherheitskräfte, deutlich mehr Bundespolizei an den Bahnhöfen und am Flughafen, und ein Krisenstab in Alarmbereitschaft. Ähnlich wie an Karneval werden bestimmte Bereiche der Stadt gesperrt und KVB-Haltestellen nicht mehr angefahren, sollte es zu voll werden.
Die größte Herausforderung sei das Lenken der Menschenmassen: Mit Videoüberwachung und Streifen privater Sicherheitsdienste soll überwacht werden, ob und wo es gefährlich eng wird. Fast zehn Kilometer Gitter werden die Fan- und Public Viewing-Zonen in der Stadt abriegeln; wer rein will, muss durch eine Kontrolle. Die Stadt versichert, es würden nur geschulte Sicherheitskräfte, die auch vorher von der Polizei überprüft werden, zum Einsatz kommen. Man sei auf alle Szenarien vorbereitet, sagt der Einsatzleiter der Polizei Martin Lotz. Dazu gehöre auch die abstrakte Terrorgefahr.
Dass es während der EM voll in der Stadt wird, dürfte Partygäste genauso anziehen wie Taschendiebe. Die Polizei bereitet sich außerdem auf einen hohen Alkoholkonsum der Fans und eventuelle Streitereien unter den Fanlagern vor. Besonders achten will sie speziell auf homophobe und intolerante Fanszenen. Dies sei in einer vielfältigen Stadt wie Köln besonders wichtig.