
Mehr Tote in NRW durch Rechtsextremisten
(PR|Symbolbild) Das Landeskriminalamt hat am Dienstag die Zahl der Menschen, die in NRW Opfer rechter Gewalt wurden, nach oben korrigiert. NRW Innenminister Reul erwähnte in diesem Zusammenhang auch den Bombenanschlag auf der Keupstraße. Bis die Explosion dem rechtsterroristischen NSU zugeschrieben wurde, vergingen Jahre.
Veröffentlicht: Dienstag, 03.09.2024 17:59
Die Zahl der Todesopfer rechter Gewalt musste um vier Todesopfer erhöht werden auf 13 seit 1990, deutschlandweit liegt sie bei über 100. Das Landeskriminalamt in Düsseldorf hatte sich 30 alte Fälle noch einmal angeschaut. Neu als Todesopfer rechter Gewalt wird jetzt zum Beispiel der Homosexuelle Joseph G. in Bochum gezählt, den Rechtsradikale wegen seiner sexuellen Orientierung umbrachten. Zum Nagelbombenanschlag auf der Keupstraße sagte Reul: Die Polizei habe hier die Falschen verdächtigt. Insofern sei die Studie gelebte Fehlerkultur.