
Missbrauchsvorwürfe: Ex-Kirchenrichter äußert sich
(MT|Symbolbild) "Es tut mir leid, aber niemand kann die Zeit zurückdrehen". Das sagte der als Zeuge geladene Prälat und Ex-Kirchenrichter Assenmacher am Donnerstag vor Gericht in einem Missbrauchsprozess gegen einen katholischen Priester.
Veröffentlicht: Donnerstag, 27.01.2022 15:07
Assenmacher beantwortete damit die Frage des Vorsitzenden Richters, welche Bilanz er für sich persönlich und für die Kirche im Umgang mit den Vorwürfen gegen den Angeklagten ziehe.
Der ehemalige Oberste Kirchenrichter antwortete, dass man spätere Opfer hätte verhindern können, wenn man sich damals ausgiebiger bemüht hätte und all das zusammengetragen hätte, was heute bekannt sei. Er - Assenmacher - sei aber nicht zuständig gewesen. Auch am Donnerstag wurde deutlich, wie wenig er und das Erzbistum unternommen hatten, um den Vorwürfen nachzugehen. Der angeklagte Priester hat mutmaßlich noch Jahre nach den ersten Vorwürfen viele Minderjährige missbraucht: Kontakt zu Kindern und Jugendlichen sei ihm sogar heute noch möglich.