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Möglicher Betrugs-Skandal bei der Kölner Handwerkskammer
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Möglicher Betrugs-Skandal bei der Kölner Handwerkskammer

(SR) Die Finanzaffäre bei der Kölner Handwerkskammer droht zur Schlammschlacht zu werden. Durch undurchsichtige Geldgeschäfte mit einer Tochterfirma soll der Kölner Handwerkskammer ein Millionenschaden entstanden sein. Der ehemalige Geschäftsführer Ortwin Weltrich widerspricht und will sich juristisch wehren.

Veröffentlicht: Donnerstag, 23.05.2019 07:08

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Im März waren unter anderem fehlerhaft gebuchte Personalkosten in einer Tochtergesellschaft für Entwicklungshilfe aufgefallen. Die Kammer trennte sich daraufhin von den Geschäftsführern. Seitdem wird darüber gestritten, wie hoch der Schaden tatsächlich ist und ob die Unregelmäßigkeiten hätten auffallen müssen. Handwerkskammer Präsident Wollseifer stellte am Donnerstagmittag ein entsprechendes Gutachten der „ACT Audit Wirtschaftsprüfungsgesellschaft“ vor. Demnach soll im Zeitraum 2009 bis 2018 der Kammer durch Fehlverhalten des ehemaligen Hauptgeschäftsführers Weltrich bzw. seines Stellvertreters ein Schaden von rund 1,1 Millionen Euro entstanden sein.

Weltrich widerspricht, der Schaden sei mit maximal 120.000 Euro viel geringer. Der ehemalige Geschäftsführer der Kammer und auch der Tochtergesellschaft will berufsrechtliche Schritte gegen den Wirtschaftsprüfer prüfen lassen. Warum das fragwürdige Abrechnungsvorgehen, das laut Wollseifer bereits seit 1995 in der Handwerkskammer Praxis war, bei früheren Prüfungen nicht aufgefallen war, bleibt derzeit letztlich ungeklärt. Damals war Wollseifer bereits in der Kammer in verantwortlicher Position. Ortwin Weltrich selber wurde erst 2007 Geschäftsführer.

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