
Mutter wegen Totschlags an ihrem Baby verurteilt
(PR|Symbolbild) Eine Mutter ist am Dienstag vor dem Kölner Landgericht zu einer Gefängnisstrafe von dreieinhalb Jahren verurteilt worden, weil sie ihre viereinhalb Monate alte Tochter mit einem Kissen erstickt haben soll. Das Landgericht sprach sie wegen Totschlags in einem minder schweren Fall schuldig. Die 31-Jährige hatte die Tat laut des Gerichts in einer nichtöffentlichen Sitzung gestanden und Reue gezeigt.
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Sie lebte zu dem Zeitpunkt der Tat in einem Frauenhaus in Kerpen und hatte auch versucht, sich selbst das Leben zu nehmen. Eine entscheidende Rolle spielte laut Urteil der Vater des Kindes. Er sei eine Art Reichsbürger, heißt es im Urteil. Der Mann soll die Angeklagte unter Druck gesetzt haben, ein Kind zu kriegen, um aus «germanischem Gedankengut» heraus «die Ahnenlinie» fortzusetzen. Die Frau habe dem nichts entgegensetzen können, weil es ihr an Reife und Durchsetzungsvermögen fehle, sagte die Richterin. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.