
Nach 36 Jahren: DNA-Treffer ermöglicht Mordprozess
(PR|Symbolbild) Vor fast 36 Jahren soll ein Mann versucht haben einen Kölner nach einer gemeinsamen Kneipentour wegen ein paar hundert Mark auszurauben, indem er seinem Opfer mit einem Pokal brutal auf den Kopf schlug. Am Dienstag kam der mutmaßliche Täter vor Gericht. Es ist der erste mutmaßlich gelöste Fall der Soko Cold Cases der Kölner Polizei.
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Der 56 Jahre alter Mann muss sich wegen versuchten Mordes verantworten. Nach der Festnahme des Angeklagten im Oktober sagte der Leiter der Soko Cold Cases Markus Weber, man sei dem Täter durch neue Labormethoden auf die Spur gekommen, in dem man Gegenstände von damals noch einmal neu untersucht habe:
„Insbesondere auf DNA. Dort hat man dann auch eine Fremd-DNA gefunden, die dann letztendlich zum Treffer in der Datenbank geführt hat. So konnte die Person dann ermittelt werden.“
Für den am Dienstag startenden Prozess sind neun Verhandlungstage geplant. Einige Zeugen musste der Richter bereits von der Liste streichen, da sie entweder in Pflegeheimen leben oder bereits verstorben sind. Ein Urteil könnte Ende Mai gesprochen werden. Die Soko Cold Cases bearbeitet aktuell etwa 190 weitere ungelöste alte Mordfälle.